Ängste

11. 03. 2018 10:36
Liebe Forumsleser,

ich gehe heute nach zwei Wochen Ruhepause zum ersten Mal wieder arbeiten.
Ich hatte eine Woche Urlaub, dann wurde ich eine Woche krankgeschrieben, weil ich eine richtig unangenehme Grippe bekam.

Wahrscheinlich hat der Stress in der Arbeit dazu beigetragen, dass ich mich komplett gesundheitlich vernachlässigt habe.
Nach der ersten Woche habe ich noch nichts gemerkt, aber während der zweiten Woche ging es mir zunehmend besser.

Ich bin viel spazieren gegangen, hab sehr viel gelesen, Tagebuch geführt, nachgedacht, endlich Freunde getroffen, gemalt, alles, wozu ich lange keine Zeit mehr hatte.

Meine Arbeit ist mir wichtig, denn ich brauche das Geld.
Ich will nicht mehr von Hartz 4 leben, aber ich habe auch gemerkt, wie einfach ich im Grunde leben kann.
Viele Dinge, die ich mir geleistet habe, brauchte ich nur, um den täglichen Stress zu kompensieren.

Ich denke über Frühberentung nach, denn mein Psychiater würde mich dahingehend unterstützen.

Meine Angst ist, ob ich das finanziell durchstehen würde.
Ich sehe mich ständig in meinen Gedanken mit einer Taschenlampe in der Hand die Mülleimer nach Flaschen durchsuchen.
Diese Ängste hatte ich auch schon vor 4 Jahren, als ich die endgültige Diagnose bekam.
Ich habe soviel Angst vor einem Rückfall in die Manie trotz Phasenprophylaxe etc.

Meine zweite Angst betrifft meinen mittlerweile erwachsenen Sohn.
Er hat bereits Psychiatrie-Erfahrung; das hing mit einer Liebesgeschichte zusammen, da wollte er nicht mehr leben.
Da hat ihm seine bipolare Mutter ja das richtige Krisenmanagement beigebracht.
Ich mache mir deshalb so unendliche Vorwürfe.
Jetzt habe ich ständig Angst, dass er meine Krankheit eventuell geerbt hat.
Er verdient gut, aber er gibt auch gerne Geld aus.
Für Dinge, die ich unnötig finde, aber er ist alt genug.

Ich merke, dass ich ihn genau beobachte.
Jeder Wutausbruch, jede nicht ganz stimmige Gefühlsreaktion macht mich nervös.
Er kann sehr stark reagieren, aber er hat nicht die typischen Stimmungsschwankungen
Bei meiner Tochter, die nur 2 Jahre jünger ist, habe ich diese Ängste nicht.
Sie ist gefühlsmässig sehr robust.

Mein Sohn ist ein absoluter workaholic.
Zum Therapeuten oder ähnliches will er nicht.

Ich würde mich sehr über Ratschläge freuen.

Alles Liebe

Martha
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Ängste

martha2 559 11. 03. 2018 10:36

Re: Ängste

nebulos 211 11. 03. 2018 11:29

Konsum

martha2 164 12. 03. 2018 10:39

Re: Konsum

nebulos 278 12. 03. 2018 19:09

Re: Ängste

Cosmo81 175 12. 03. 2018 12:11



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