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Selbsthilfeforum www.bipolar-forum.deFür den Erfahrungsaustausch über Bipolare Störungen (manisch-depressive Erkrankungen)Dienstleistung der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. (DGBS) Zeige alle Beiträge eines TeilnehmersSelbsthilfeforum zum Erfahrungsaustausch über Bipolare Störungen für Betroffene, Angehörige und Interessierte
Mythos "Trigger": Denkanstoß - 7 Jahre zuvorHallo, ich wollte nach sehr langer Zeit mal einfach ein Thema aufwerfen, das mir immer und immer wieder begegnet und irgendwie auch auf den Keks geht. Die ewige Suche nach angeblichen Triggern für eine Phase, meist für eine Manie. Was nun, wenn es nur einen einzigen Trigger gäbe, und es den oft noch nicht einmal braucht und er auch schwer vermeidbar ist: Stress. Einfach Stress vermeiden. Ichvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Ich hab es mal wieder geschafft - 7 Jahre zuvorDu hast dich zwar blamiert, aber die Situation doch anscheinend sehr fix unter Kontrolle bekommen, ergreifst selbstbestimmt Maßnahmen, um runterzukommen, und nun geht's drum, nicht depressiv zu werden. Depot-Spritze: Wo genau siehst du den Sinn darin, die jemandem zu geben, der seine Phasen, wenn sie auftreten, selbst wieder in den Griff bekommt und zumindest irgendwie selbst managen kann? Depotvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Sind Begriffe wie „Bipolare Störung“ oder „Betroffene“ eigentlich sinnvoll und zutreffend? - 7 Jahre zuvorP.S.: Das neue Wort für "Depression" ist übrigens Burnout. Seit die Lebenserwartung in Deutschland auf ein überraschend niedriges Niveau in Europa gesunken ist, und jeder zweite, der langzeitarbeitslos oder sonstwie nicht arbeitend oder verarmt hier lebt, an Depressionen leidet und das direkt mit dem Streß der Existenzsicherung zu tun hat, gibt es so viele Behandlungsbedürftige, dassvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Sind Begriffe wie „Bipolare Störung“ oder „Betroffene“ eigentlich sinnvoll und zutreffend? - 7 Jahre zuvorGegen das Wort Patient statt Betroffener spricht vor allem, dass das zwei sehr unterschiedliche Dinge sind. Es gibt weit mehr Betroffene als Patienten. Ein Bipolarer, der sich nicht behandeln lässt, behandeln lassen kannn oder undiagnostiziert ist, ist betroffen, nur die, die zu einem Arzt gehen sind dessen Patienten. Ich sehe mich nicht als Patient. Ich habe die meiste Zeit unbehandelt und uvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Was können die Profis von den Betroffenen lernen? - 7 Jahre zuvorHi Friday, ich stimme dir vollkommen zu, es gibt eine Menge, was Profis von Betroffenen lernen können. Ich hatte regelmäßig Gespräche mit einem Sozialarbeiter, der beim Sozialpädagogischen Dienst seit Jahrzehnten Kriseninterventionen aller Art begleitet, sozusagen die "Hardcore-Fälle", wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, aber auch niedrigschwellige Angebote, wie eben zwvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Können die Admins sich erkundigen? - 7 Jahre zuvorHi mauz, ich bin nun 5 Jahre EM-berentet. Das hatte ich mir vor 6 Jahren auch noch anders vorgestellt. Aber de facto bin ich zwangsberentet worden. Wie sieht das Leben nun für mich aus? Die Rente ist Essig. Ich habe lange studiert und war 2x selbständig, ergo bin ich auf Grundsicherungssatz. Finanz ist also Minimum, wie vor 30 Jahren als Student. So stellt sich das niemand vor, der sich invon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Hobbyautorin sucht Austausch über die bipolare Erkrankung - 7 Jahre zuvorViel Spass bei deinem Vorhaben. Um ehrlich zu sein, ich finde selbst fast alle Darstellungen von Bipolaren, die von Bipolaren selbst geschrieben werden, nicht gut. Die von Aussenstehenden, die einen Bipolaren "entwerfen" und nicht nüchtern über ihre Angehörigenschaft schreiben, sind meist noch um Einiges katastrophaler. Das ist wie mit Schauspielern. Da gibt es welche, die bipolarevon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Dauer Klinikaufenthalt - 7 Jahre zuvorHallo lelomi, wie lange so ein Klinikaufenthalt wird, ist von vielen Faktoren abhängig. Geht er freiwillig rein, bestimmt er im Prinzip die Aufenthaltslänge insofern selbst, dass er nur dort behalten werden kann, wenn er das auch noch will und keine Suizidalität vorliegt. Die maximale Länge ist auch von mehreren Faktoren abhängig, sogar davon, in welchem Bundesland und in welcher Klinik er ist,von zyklothym - Bipolar-Forum Re: @ Friday - 7 Jahre zuvorJepp, sehe ich auch so. Tatsächlich finde ich den Baumtitel zynischer, als alles, was Lisa Vincenta oder ich hier geschrieben habe. Wer keine andere Wahl hat, als seinen Mist irgendwie zu bewältigen, sollte zumindest das Recht haben, die Mittel selbst zu bestimmen. Jedes bisschen tolle Intelligenz, Super-Kreativität, Unterhaltungstalent, künstlerisches Genie oder Manie-Charisma usw.usf. sinvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: @ Friday - 7 Jahre zuvorGern geschehen, Lisa Vincenta. Wer nicht begreift, dass Humor aus Leid geboren ist, dass der klassische Beruf des Dorfbipolaren entweder der tote Kriegsheld auf dem Friedhof oder aber der Hofnarr war, der wird sich immer damit schwer tun, zu verstehen, was es bedeutet, bipolar zu sein. LG, M.von zyklothym - Bipolar-Forum Re: @ Friday - 7 Jahre zuvorOK, mir ist noch was eingefallen. Bekanntlicherweise korreliert die Häufigkeit psychischer Krankheiten, inkl. Bipolarität, mit der Abweichung vom Intelligenznormal. D.h. je weiter man vom IQ100 entfernt ist, desto größer wird die Chance auf eine psychische Erkrankung. Deswegen bin ich heilfroh, dass ich auf der "positiven" Seite der Gauss-Glocke mit der Intelligenzverteilung stehe. Wvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Der positive Thread - SCHREIBT ES HIER REIN :-) - 7 Jahre zuvorOK, ich mache es sehr kurz. Ich freue mich sehr darüber, dass ich trotz all der Scheisse, die ich als Betroffener erlebt habe, immer noch lebe. Denn, wie man gerade wieder lesen kann, ist das nicht selbstverständlich. So, das war's auch schon. Dürfte eins meiner kürzesten Postings ever sein.von zyklothym - Bipolar-Forum Re: Meine Partnerin ist von uns gegangen - 7 Jahre zuvorHerzliches Beileid auch von mir. Leider ist die Suizidrate unter uns Betroffenen sehr hoch, ich kenne selbst Suizidalität über Jahre bis Jahrzehnte, und könnte niemals ausschliessen, dass es irgendwann passiert. Genauso muss ich immer damit rechnen, dass meine vielen bipolaren Verwandten und Freunde irgendwann diesen Weg gehen, und ich dann so eine Mitteilung bekomme, die Wahrscheinlichkeit istvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Maniker reizen - 7 Jahre zuvorJa, das ist sicherlich eine sehr anstrengende Situation für dich. Wie das endet, weiss man eigentlich nie, Entscheidungen für neue Partner in der Manie können krankheitsbedingt sein, aber durchaus dauerhafte Konsequenzen haben. Das kann unterschiedlichst ausgehen. Die neue Partnerin hat vermutlich deinen Mann nun als dynamischen, lebenslustigen Mann kennengelernt und steigt in einer verliebtevon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Maniker reizen - 7 Jahre zuvorP.S.: Das klang ziemlich nüchtern, aber genau das ist, was ich gerne vermitteln möchte. Es geht darum, als Angehöriger den klaren Kopf zu behalten und eben nicht auf die Manie einzusteigen. Denn die Wahrheit ist nunmal: Der Bipolare ist Opfer seiner Krankheit, lebenslang, ohne Wahlmöglichkeit. Der Angehörige, der selbst nicht psychisch krank ist, hat immer eine Wahl. Und wenn es die ist, sichvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Maniker reizen - 7 Jahre zuvorHallo Lelomi, das ist verständlich. Du bist die Person, zu der er wahrscheinlich die emotionalste Beziehung hat, und wenn ihr zusammenwohnt, dann bist du automatisch die Projektionsfläche. Die, die einem am Nächsten sind, trifft es als Erstes und am Schlimmsten. Wenn du an einem Punkt bist, an dem du in der Sackgasse steckst, kannst du dir z.B. beim Sozialpsychiatrischen Dienst Hilfe holen, invon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Maniker reizen - 7 Jahre zuvorHallo Lelomi, davon ausgehend, dass du selbst weder bipolar, noch sonstwie affektgestört bist, hast du ziemlich schlechte Karten, damit irgendetwas für dich Positives zu bewirken. Da kann man nicht mit "paradoxer Logik" rangehen, Minus plus Minus ergibt nicht Plus, es ist eine schlechte Idee, wie man es auch dreht. Im günstigsten Falle verschlechtert sich nichts, weil der Maniker ehvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Schlafentzug / Wachtherapie / Schlafphase verlagern - 8 Jahre zuvorJa, das wäre fantastisch. Fakt ist, dass ein Schlafentzug Kraft und Willen kostet, die man als Depressiver oft nicht hat. Man kann also auch "halbe" Schlafentzüge versuchen, also ab Mitternacht bis zum nächsten Abend z.B.. Meine Erfahrung ist, dass es gegen Morgen, bei mir ab ca. 4 Uhr, zu einer spontanen Stimmungsverbesserung kommt. Laut Studien ist dieser Effekt sogar sehr vorhersvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Wie geht ihr mit Suizidgedanken um? - 8 Jahre zuvorAlkohol enthemmt, kann für einen Kontrollverlust sorgen, und ich möchte gar nicht wissen, wieviele Suizide unter Alkohol stattfinden. Mein einziger ernsthafter Suizidversuch kam betrunken zustande. Ich halte das für einen denkbar schlechten Rat. LG, M.von zyklothym - Bipolar-Forum Re: ads und/ oder bipolare stoerung - 8 Jahre zuvorHallo, ich habe keine ADS-Diagnose, aber es ist schon einiges passiert, als ich auf das ADS-Medikament Bupropion als Antidepressivum umgestiegen bin, was die Vermutung sehr nahe legt, dass ich ebenfalls ADS habe. Auch die Art der Jobs, die ich bevorzugt gemacht habe, Aussagen meiner Familie zu meinem Verhalten als Kind und mein permanentes Multitasking am Computer legen alle diese Vermutung nahvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Wie geht ihr mit Suizidgedanken um? - 8 Jahre zuvorHallo rollacosta, ich kenne das nur zu gut, was du beschreibst. Was mich durch diese dunklen Stunden gebracht hat, und Zuversicht gibt, ist die Erfahrung. Eine Depression mag lang sein. Aber sie geht nicht ewig. Keine Depression tut das. Und bei Bipolaren schon mal gar nicht. Seit 'nem Jahr oder so geht es mir dank Feintuning in Medikation und Akzeptanz meiner allgemeinen Lebenslage usw. z.Bvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Ein neuer Horizont - 8 Jahre zuvorParapsychologisches Beratungszentrum. Klingt ja hochgradig seriös. NICHT. Mir könnte es ja egal sein... Aber ich möchte trotzdem davor warnen, sich vor den Karren solcher Leute spannen zu lassen... Und es ist egal, wieviele akademische Grade der Leiter da hat. In dem Moment, wo einer Quantenphysik mit Psychologie zusammenbringt, ist das nichts als esoterische Spinnerei... Und psychisch Kranvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Negative Kritik motiviert - 8 Jahre zuvorTach Susanovich, dann will ich Dich mal ein wenig motivieren. Such Dir ein Leben, anstatt "Geisteskranken" mit Deinem zynischen Gesülze auf den Wecker zu gehen. LG, M.von zyklothym - Bipolar-Forum Re: "Einschleicher"in das Forum von kranken Menschen - 8 Jahre zuvorIch schätze mal, du bist kerngesund. Richtig? Genesung ist auch ein schönes Wort.... Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. LG, M.von zyklothym - Bipolar-Forum Re: Trennen oder Bleiben? Die große Frage einer Angehörigen - 9 Jahre zuvorHallo Felsinderbrandung, ich sehe das so - es geht immer darum, was DU willst. Du liebst ihn nicht mehr und willst ihn verlassen? Tu das. Du magst ihn noch? Du willst die Beziehung nicht aufgeben? Aber du hast auch "Mitleid"? Mitleid ist das Letzte, was dein Mann braucht. Mitleid hat was von Überlegenheit und Herablassung. Mitgefühl hingegen ist OK. Du hättest ihn jederzeit verlasvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Cum hoc ergo propter hoc - 9 Jahre zuvorPS: Der praktische Nutzen dieser Studie ist gerade für die Behandlung der bipolaren Störung sehr groß. Sie beweist, dass Lithium eben auch unterhalb der für die Behandlung genutzten therapeutischen Bandbreite zur Phasenprophylaxe, die für ein Medikament relativ klein ist, noch herunter bis in die kleinsten Mengen als Spurenelement im Trinkwasser eine nachweisbare messbare Wirkung auf Suizidalitvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Cum hoc ergo propter hoc - 9 Jahre zuvorUnglaublich. Beim besten Willen, aber die Österreich-Studie zum Lithium im Trinkwasser und der Relation zur Suizidrate ist so ziemlich der Lottogewinn unter den Studien, nach dem sich jeder Wissenschaftler alle 10 Finger leckt, und zwar, weil er tatsächlich zweifelsfrei den Kausalzusammenhang nachweist, und aufgrund der überwältigend großen akribisch abgesicherten Datenlage und der präzisen Revon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Nachtrag zum Nachtrag, besonders @ Anne und zyklothym - 9 Jahre zuvorDa ich konkret genannt wurde, antworte ich mal sofort, ohne direkt jetzt die späteren Einträge zu lesen... "Da bei dieser Art von Erkrankung kein Test, kein messbarer Laborwert Aufschluss über den Verlauf oder die Schwere zulassen, ist der genaue Zeitpunkt nicht festzulegen, ab wann ein Mensch sich selbst oder Andere gefährdet. Sich auf die Menschenrechte zu berufen, ist für mich in diesvon zyklothym - Bipolar-Forum Re: Guter Film zum Verständnis des Konfliktthemas - 9 Jahre zuvorStimmt. Angehörige haben auch das Recht, jederlei Behandlung und jede Hilfe gegen ihren Willen abzulehnen. Das Recht haben schlichtweg alle Menschen. Wenn die Menschenrechte eingehalten werden. So einfach ist das schon.von zyklothym - Bipolar-Forum |
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