Hallo miteinander!
Nach 40 Jahren Achterbahnfahrt und Flucht, Flucht, Flucht konnte ich aktuell nicht mehr aus, da "gar nichts mehr geht".
Die Diagnose bipolar stand immer wieder im Raum. Doch ich war schneller (weg) als die Ärzte den Verdacht erhärten konnten.
Irgendwie habe ich das auch mit Arbeit und Familie gewuppt. Mich gesünder darzustellen, als ich bin, habe ich glaubhaft zur Perfektion entwickelt. Masking, nennt man das wohl. Sogar jetzt, wo ich dazu stehen möchte, fällt es mir schwer. Nicht zu maskieren.
Ca 2007, 2008 war ich viel hier im Forum, unter anderem Namen - ich finde die Zugangsdaten nicht mehr.
Damals dachte ich, jupp, bipolar - aber viele wissen ja: mit der Krankheitseinsicht ist das so eine Sache...
Ich persönlich dachte nach jedem überwundenen Tief dass ich nun für immer geheilt sei.
Jedes. einzelne. Mal.
Seit gar nichts mehr geht, muss ich mich anders orientieren. Inzwischen wurde ich in einer Spezialambulanz diagnostiziert.
Bipolar 1 mit Rapid Cycling. Stationär wird nun nach entsprechend passender Medikation geschaut. Lithium habe ich abgelehnt, da ich das mit dem regelmäßig Trinken nicht hinbekomme.
Aktuell bekomme ich seit Anfang des Jahres Lamotrigin (soll die Tiefen abfangen) und neu hier, stationär, Aripiprazol, um die Höhen abzupuffern. Bin gespannt!
Falls jemand mit der Medi-Kombi hier mitliest, wäre ich für Erfahrungswerte dankbar.
Auf Austausch freue ich mich sehr!
> Austausch, yeah! w/56, bipolar1 rapid cycling, derzeit auf Lamotrigin (200mg) und Aripiprazol (10mg) <