Hallo,
also, so ganz im Ernst, ich würde mal ganz schnell die Idee einer "gespaltenen Persönlichkeit" komplett vergessen. Ich weiss eigentlich gar nicht, wo ich da anfangen soll ...
Multiple Persönlichkeitsstörungen sind wirklich selten und haben mit dem Wesen bipolarer Menschen echt wenig gemeinsam. Außerdem schwingt da für mich diese antike Vorstellung der Schizophrenie mit.
So wie ich das lese, hat dein Mann einfach eine Mischphase. Normal bipolar. Kommt immer mal wieder 'nen Moment runter.
Auch die Verhaltensweisen sind vollkommen typisch für Bipolare Typ I.
Er wird sein Leben lang sein, was er ist, denn das ist so ziemlich bei allen Bipolaren gleich, das geht nicht weg und kommt ziemlich garantiert immer wieder. Medikamente können helfen, machen einen aber nicht zu einem "normalen" Menschen. Also solltest du dich beizeiten ausführlicher darin einlesen, was eine Bipolare Störung wirklich ist.
Und die Verantwortung dafür, ob er Medikamente nehmen will, nimmt, und wann, bleibt am Ende bei ihm. Auch aus einer Klinik wird niemals ein Bipolarer als "geheilt" entlassen. Am Ende ist es die Entscheidung des Betroffenen, wie es auf Dauer weitergehen kann.
Nimm ihn ernst als das was er ist, nicht als Irrer, nicht als Kranker. Er ist ein Mensch mit anderen Problemen als andere, mit stark wechselnden Bedürfnissen. Man kann mit einem bipolaren Partner leben, aber nicht jeder kann das. Weggehen kann man immer.
Nichts für ungut.
Ich meine das echt nicht böse, nur realistisch.
M. (bipolar seit immer, also bald 4 Jahrzehnte mit Manien, Psychosen und allem drum und dran)
PS: Achja, und besonders psychotisch klingt deine Beschreibung auch nicht. Es sind alles nur schnell wechselnde Affektlagen.