Hallo in die Runde,
Ich bin Angehörige eines bipolar erkrankten, der derzeit noch ohne Medikamente behandelt wird. Es wurde Aripiprazol vom Psychiater "empfohlen" aber sein Therapeut und er haben beschlossen derzeit vorerst kein Medikament einzunehmen, weil noch auf die Meinung eines anderen Psychiaters gewartet wird.
Jedenfalls kommt er derzeit aus einer Mischphase raus, welche stark ausgeprägt war und auch mit psychotischen Symptome einherging. Er hat sich leider am Höhepunkt des Schubs nicht zum Psychiater begeben sondern erst vor kurzem, als vorallem die stark manischen Symptome begonnen haben abzuklingen.
Auf mich wirkt er dennoch immer noch wie gespalten. Ein Teil von ihm weiß bereits, was er alles angerichtet hat und beginnt nach langer Dissoziation starke Schuld und Scham zu empfinden. Dennoch führt er gewisse in der Manie begonnen Verhaltensweisen, die vieles zerstört haben, immer noch fort. Er ist einerseits wieder klarer und einsichtig und anderseits nicht fähig zu erkennen, dass er immer noch nicht seinem gesunden Wesen entsprechend denkt und handelt.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Kommt es irgendwann zu einem "vollen" Verständnis und daher Aufgabe dieser krankhaften Verhaltensweisen?
Wie lang hat das gedauert?