Hallo Clementine,
ich habe mit 17 Jahren mit Psychotherapie begonnen. Nachdem ich schon einige depressive Stimmungsphasen erlebt hatte. Und auch sehr hypomanische anmutende Phasen. Mein Leben ging aber so weiter. Nach dem Abi hab ein das Studiumals Diplom-Wirtschafts-Ingenieur (FH) abgeschlossen. Und dann im ersten Job kam der erste "Zusammenbruch"
Im Nov 2011, nach einer manischen Phasen am Ende mit sehr gereizter Stimmung... drei Wochen Psychiatrie und die Einstellung auf Lithium.
Damit konnte ich dann jahrelang gut leben. Vielleicht auch mit Hilfe von Psychotherapie. Bis 2017 war ich als Ingeneur tätig.
2016 habe ich dann Lithium ausgeschlichen. Zwischen 2011 und 2016 hatte ich keine stationären Aufenthalte. Ich war ambulant sehr gut angebunden. Es gab nur einzelne Krankheitstage wegen psychischer Überlastung.
Nach der Trennung von meiner Partnerin 2020 kam ich in eine manische Phase, die mich erneut auf eine Station in der Psychiatrie brachte. Ich konnte aber nach einigen Tagen ohne Medis die Station verlassen.
Es folgten stationäre Aufenthalte jedes Jahr wegen sozialer Not, Wohnungsnot und akuter Geldmangel.
Ab 2019 habe ich beruflich als LKW-Fahrer gearbeitet. Erst Teil- dann zwischendurch Vollzeit, dann wieder Teilzeit.
Es war aber insgesamt zu anstrengend und ohne medis aus heutiger Sicht, ich nehme seit vier Wochen Abilify, hatte ich zu starke biploare Phasen für einen "normalen" erwerbstätigen.
Es folgten deshalb viele Jobwechsel und Umzüge. Seit 2022 jedes Jahr...
Die längste Zeit ohne Erwerbs-Arbeit erlebe ich seit Januar diesen Jahres. Seit Ende Juli bin ich in der Sigmaringer Tagesklinik. Mit dem Ziel Stabilität und beruflicher Wiedereinstieg in´s Erwerbsleben.
Nach 6,5 Wochen endet für mich die Tagesklnik nächste Woche.
Ich nehme jeden Morgen 10 mg Abilify und nach Bedarf am Abend Quetiapin 50 mg Filmtabletten.
Viele liebe Grüße sendet Eiche