Hallo zusammen,
ich bin neu im Forum und frisch im Thema Bipolare Störung, wobei ich mich schon in das Thema und das Forum eingelesen habe. Ich erhoffe mir hier Erfahrungsberichte und Tips von Betroffenen und Angehörigen.
Mein Partner wurde vor 2,5 Jahren nach einer depressiven Phase mit der bipolaren Störung diagnostiziert. Für seinen ambulanten Psychater waren die Anzeichen wohl nicht ausreichend, weswegen er die Diagnose nicht bestätigt hat (Aussage von meinem Partner). Im Januar hat er sein Medikament abgesetzt und befindet sich nun seit ca. 4 Wochen in einer manischen Phase.
Mit das schlimmste ist für mich seine fehlende Krankheitseinsicht und das Bestehen darauf, dass es ihm gut geht. Natürlich bringt er auch immer wieder den Psychater ins Spiel, welcher der Diagnose nicht zugestimmt hat und laut dem es ihm gut geht.
Das Positive ist, dass er scheinbar noch einem geregelten Arbeitsablauf nachgehen kann und soweit ich weiß, ist auch noch kein finanzieller Schaden entstanden.
Allerdings ist diese Phase für uns Angehörige sehr belastend, da ich auch erst vor 2 Wochen von seiner Diagnose erfahren habe, und dann erst angefangen habe, sein Verhalten zu verstehen. Seine Familie weiß denke ich nichts von seiner Diagnose.
Ich habe bereits versucht, Kontakt mit seinem Psychater aufzunehmen und habe mit dem SpDi telefoniert. Das schlimme ist aber, dass man erst so wirklich eingreifen kann, sobald er fremd- oder selbstgefährdend wird. Und es fühlt sich schrecklich an, dass man diese Phase einfach so weiterlaufen lassen muss.
Ich habe große Angst davor, wie sich sein Verhalten weiter entwickelt und vor dem Absturz in die depressive Phase. Ich möchte auf jeden Fall eine Zwangseinweisung oder generell einen Klinkaufenthalt verhindern.
Wie sollte ich mich ihm gegenüber Verhalten und was für Möglichkeiten habe ich, ihm zu helfen, ohne ihn zu übergehen oder dass er sich hintergangen fühlt?
Ich danke euch im Voraus für eure Erfahrungen und Tips und wünsche euch ein schönes Wochenende!