Hi Sue,
ich finde es einen guten Schritt, dass Du dich mit deinem Problem meldest. Alkoholsucht und Bipolarität sind eine häufige Kombi und nichts, wofür Du oder ich uns schämen, selbststigmatisieren oder Vorwürfe machen sollten, denn: Das hilft nicht, bringt dich nicht weiter. Und es ist eine Erkrankung, ...keine Willensschwäche und so ein Bockmist.
Ich bin seit 15 Jahren trocken und Du kannst das auch schaffen, aber so, wie es mit dieser Suchterkrankung aussieht, brauchst Du hilfreiche Unterstützung.
Bevor Du über "Psychoanalyse" überhaupt nachdenkst, wie wäre es mit dem ersten kleinen Schritt?
Zunächst finden aufklärende und beratende Gespräche zum Alkoholkonsum statt. Diese erfolgen insbesondere im hausärztlichen Rahmen, in psychosozialen Beratungsstellen oder in Suchtambulanzen. Schaffst du es einen Termin zu machen und darüber zu sprechen, mit jemandem, die da verständnisvoll mit umgeht?!
Hast Du einen Partner oder eine Freundin, die Dir zur Seite stehen kann? Thematisiere es, Du wirst merken, dass Scham oder so völlig unangebracht ist.
Leider ist es so, dass es Menschen gibt, denen es nicht passt, wenn jemand nicht mehr mitsäuft: Ich erlebe es immer wieder...das ist unsere Gesellschaft leider auch, überall gibt's Alkohol, selbst versteckt im Essen...Weißte, es ist nicht erlaubt, jemanden im Restaurant einfach so einen Joint in den Mund zu schieben, aber es ist erlaubt, Drogen in Form von Weißwein in die Hollandaise zu kippen...das regt mich immer wieder auf.
Fange mit kleinen Schritten an und lasse dich von Rückschlägen nicht entmutigen und irgendwann wirst du sehen: Es fehlt Dir nicht mehr.
LG fahni
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.07.26 08:36.