In der beruflichen hieß es dann auf einmal voll erwerbsfähig. Begründung: sie wollten mir keinen chronisch krank Stempel aufdrücken, da das zu sehr belasten würde.
Hallo Mayerling,
diese Aussage finde ich merkwürdig. Jeder Bipolare ist chronisch krank und bleibt es. Worum es geht, ist, ob jemand stabil ist.
A
ber ich merke richtig krass, dass ich mit den immer komplexer werdenden Aufgaben seit Ende der Wiedereingliederung nicht klar komme. Ich glückliche habe ein echt verstänisvolles Arbeitsumfeld und trotzdem fühle ich mich überfordert und weiß nicht wie es arbeitstechnisch weitergeht.
Wie genau arbeitest Du denn? Was ich wissen möchte: Bist Du in Gedanken eher bei dem, was Du gerade nicht kannst?
Wäre dann nicht so hilfreich.
Jede komplex werdende Aufgabe kann man doch in Einzelschritte aufschreiben. Und dann wäre man beim nächsten Schritt, gedanklich und nicht beim Sprung in die Zukunft.
Was ist ein Sprung in die Zukunft?
und weiß nicht wie es arbeitstechnisch weitergeht.
So einfach ist das nicht, ist mir schon klar. Aber wichtig ist, ob Gehirn und Konzentration mitspielen, wenn man sie bittet,
sich auf den nächsten Schritt zu konzentrieren. Und es lernt, belastende Gedanken wegzulassen.
Was ist Dir dann möglich? Es kann schon sein, dass die Krankheit Dir gerade das Leben schwer macht.
Vielleicht geht aber mehr, als Du jetzt denkst, wenn Du nicht an die komplexe Aufgabe denkst, sondern an den
nächsten Schritt.
Ich bin stabil, aber ich arbeite immer mit Notizbüchern. Da steht alles drin, was ich gerade wissen muss, und ich
wüsste auch nicht, warum ich mir alles merken sollte. Wer schreibt, bleibt. heißt ein schöner Satz.
Kann man hier auch gebrauchen.
Viele Grüße
Cornelia
Und wenn das mit dem Aufschreiben und konzentriert Arbeiten nicht geht, dann hat das was mit der Krankheit zu tun:
die nimmt gerade das Gehirn in Beschlag. Das kommt vor, muss man klar sehen.
Dann muss man sich aber auch nicht quälen und kann entscheiden: Jetzt gerade geht es nicht.