Die Erfahrung dass Ärzte mir in mein Leben
eingreifen wollen hab ich schon gemacht.
Zum Glück war das dann nur eine Vertretung
und keine dauerhafte Begleitung
Hallo elsbeth,
Du hast gerade 20 Jahre gute Erfahrung mit Deinem Psychiater hinter Dir.
Aber in dieses Gespräch gehst Du mit negativen Erfahrungen, die Du
woanders gemacht hast.
Ich finde das ausgesprochen unfair dem neuen Psychiater gegenüber.
Und das mit Deinen Freiheiten. Ich weiß ja nicht, was gemeint ist.
Aber warum solltest Du die nicht behalten dürfen?
Der einzige Grund, der mir einfiele: Es passt nicht in die Behandlung
Deiner Krankheit. Sowas wird es nicht sein, also warum machst Du
Dir den Stress?
Weil andere das schon mal getan haben. Warum nicht einfach abwarten,
was der neue Psychiater sagt?
Zuversicht in dieser Sache ist nicht Dein Ding. Und wer kriegt das ab?
Dein neuer Psychiater.
Und dann noch:
Der Wechsel Deines Psychiaters ist für Dich großer Stress.
Das kann ich nachvollziehen.
Seit Wochen rechnest Du mit nichts Gutem. Lies es nach.
Das könnte man als depressives Denken bezeichnen.
Deine Gedanken dürfen so durchstarten.
Stell Dir mal vor:
Du gehst in das erste Gespräch mit dem Psychiater mit der
gleichen Haltung, als hättest Du einen Termin beim früheren
Psychiater.
Okay, Du kennst ihn nicht, aber falls Dir etwas nicht gefällt,
hast Du ausreichend Sensoren, die das mitkriegen.
Warum nicht so?
Viele Grüße
Cornelia
Das mit der Wut hätte ich nicht schreiben sollen. Aber Du machst
dem neuen Psychiater nur Vorwürfe, die dem alten nicht gemacht hast.
Ohne einen Anhaltspunkt zu haben, ob die stimmen.
Ohne abzuwarten, wie es wirklich wird.
Das mache ich tatsächlich nicht. Ich lade mir nicht negative Erfahrungen
ins Hirn, wenn ich einen neuen Psychiater kennenlerne. Auf die Idee
bin ich noch nie gekommen.