Ich trage eine Smartwatch, zu der eine App gehört. Die Uhr trackt meinen Schlaf und in der App tracke ich meine Flüssigkeitszufuhr.
Ich habe eine Medikationsplan, den ich aktuell halte und die Zeitpunkte der Einnahmen werden in meinem Google-Kalender jeweils angepasst. Wenn ich eine Einnahme vergesse, lösche ich die aus dem Kalender. Es ist also alles nachvollziehbar, sollte mal die Frage auftauchen, ob Symptome auf Unregelmäßigkeiten bei der Einnahme zurückzuführen sein könnten.
Natürlich ist das kein Wunder, dass bei völlig zerhacktem Schlaf auch die Regelmäßigkeit der Mahlzeiten und der Medikamenteneinnahme darunter leidet.
Zur Zeit führe ich ein Ernährungstagebuch, um herauszufinden, welche Nahrungsmittel welche Beschwerden verursachen, um dadurch herauszuarbeiten, worauf ich dauerhaft verzichten muss.
Ich gehe damit nicht auf die Minute und aufs Gramm und das will ich auch nicht.
Wenn ich jedes Spiegelei, jede Tomate und jedes Stück Gurke für eine App fotografieren muss, dann entwickele ich noch eine Essstörung. Ich habe mal die Oviva-App benutzt, das hat mich richtig kirre gemacht.
Normalerweise würde ich anderen auch empfehlen, mal Tagebuch zu schreiben. Den meisten ist zu vieles nicht bewusst und dafür ist Journaling ein gutes Instrument.
Ich weiß aber, dass ich dazu neige, mich durch die Beobachtung von Symptomen nur noch mehr reinzusteigern und dadurch das Problem zu vergrößern. Deshalb muss es ausreichen, dass ich ein bis zweimal wöchentlich mit meiner Krankenschwester darüber spreche, wofür ich mir natürlich auch täglich Notizen mache.
Wenn ich nun auch noch Lebensmittel wie Medikamente einnehme, bleibt mir überhaupt keine Lebensfreude mehr. Ich habe schon den Konsum von Süßigkeiten komplett eingestellt.
Im Augenblick läuft es mit einer Tüte Chips pro Tag, zusätzlich zu dem, was ich sonst esse, ganz gut. Ich denke mal, bei Temperaturen bis 25 Grad komme ich mit einem Dürüm pro Woche oder anderweitigem Restaurantbesuch auch gut hin. Das sind Dinge, die ich mir bisher versagt habe.
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Pronomen: er, Baujahr 80, GdB 50, voll erwerbsgemindert, berufsunfähig, Pflegegrad 4
Diagnosen: 03/2009 rezidiv. Depression, 06/2012 schizo-affektive Störung, 08/2016 bipolare Störung, 02/2019 Psoriasis, 03/2019 Psoriasisarthritis, 10/2021 Schlafapnoe, 07/23 ME/CFS, 05/24 Herzinsuffizienz + Vorhofflimmern u.a.
Medis: Valpro 500mg 1-0-1-0 und Valpro 300mg 0-0-1-0, Melperon 25mg 0-0-0-1 u.v.m.
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.