Hi Hotte,
ah, ich verstehe, es geht für Dich um die Reflexion der Manie im Nachgang, und nicht darum, welcher Wert per se in der Manie liegt. Ja klar, Menschen "lernen" aus Krisen jeglicher Art, erhalten tiefere Einsichten und Erfahrungen. Im Sinne von Bewältigung von Krankheit und Verständnis des Unterbewussten.
Bei mir ist es nur so, dass ich für Gesundheit lebe und mich wohl weniger mit Daseinsberechtigungen von Erkrankungen beschäftige.
Das war es, was mich störte: Es soll ein Ausschnitt unserer Erkrankung (Manie) als etwas Vorteilhaftes beleuchtet werden, bipolare Depressionen und Psychosen bleiben außen vor.
Eine Manie kann mächtig in ein Leben eingreifen: Dass man nicht mehr über Stimmung, Gedanken, Gefühle, Verhalten bestimmen kann beispielsweise.
Dabei ist die BS eine Erkrankung häufig voller Leid und Risiken. Galgenhumor hält viele über Wasser und Hoffnung auf Zeiten der Stabilität.
Wenn ich unsere Erkrankung ganzheitlich sehe, müssen wir ziemlich starke Menschen sein, das sehe ich bei psychischen und körperlichen Erkrankungen insgesamt so.
Sicherlich bist Du aber zu tieferen Einsichten gekommen und gönnst Dir jetzt mehr durch die Geschichte mit dem Obdachlosen.
Viele arbeiten in Psychotherapien genau das auf, dass sie sich eben selbst mehr wertschätzen.
Nichtsdestotrotz stellt sich mir die die Frage, worauf das Thread-Thema heraus laufen soll, "Selbstfindung über Manie" , "Mein manischer Weg der Erleuchtung" oder " Manische Superhelden Teil 1"...
LG fahni
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 07.06.26 10:52.