@MadameX
Dein Baumtitel liest sich so als Statement "Bipolar und ketogene Ernährung". Ich hatte sowas wie einen Erfahrunsgbericht von dir erwartet und nicht dass du eine Frau verlinkst, die ketogene Ernährung ausprobiert hat und wenn ich es richtig verstanden habe, kurze Zeit später daran gescheitert ist im Hinblick auf ihre psychische Erkrankung. Da unsere Erkrankung in Phasen verläuft und Schizophrenie in Schüben, gibt es auch fast immer Zeiten der Stabilität. Daher würde ich eine Stabilität von Monaten und wenigen Jahren noch nicht als Bestätigung sehen, dass so ein Experiment funktioniert.
Ich bin mit meiner Methode bereits bei rund zehn Jahren Stabilität, da kann ich im Rückblick schon mal behaupten, dass das funktioniert, was ich tue. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen, in den ersten 1-5 Jahren das zu behaupten, weil das bei unserer Erkrankung ein recht kurzer Zeitraum ist. Solche überschwänglichen Berichte, dass jemand kürzlich DAS Mittel gegen seine Krankheit gefunden hat, sollte man mit sehr viel Vorsicht genießen. Vor allem, wenn das dann auch noch angepriesen wird.
Zum Beispiel war ich damals sehr begeistert von dem Lamotrigin, das ich als erstes Medi erhalten habe. Nur habe ich nach einiger Zeit festgestellt (mehrere Jahre), dass ich fast ständig hypomanisch war dadurch. Kein Wunder, das ich so begeistert war. Ich dachte auch, ich hätte für mich die Lösung gefunden. Meinen Irrtum konnte ich erst in einer viel späteren Rückschau erkennen.