Hallo Maria,
okay, Du hast eigentlich keine rationalen Zweifel an der Diagnose, sondern Akzeptanzschwierigkeiten auf der emotionalen Ebene. Das ist ein Unterschied.
Oft ergibt sich aus Akzeptanz-Schwierigkeiten dann ein Anzweifeln der Diagnose, wenn es Dir "gut" geht.
Bei mir ist es so, dass ich mich vor Jahren entschieden habe, mein Leben möglichst stabil halten zu wollen, da ich der Überzeugung bin, dass ich die Hypomanie nicht "brauche", um gut drauf zu sein oder um etwas zu regeln. Ich bemerkte, dass ich viel besser meine kreativen und alltäglichen Dinge geregelt bekam und durchziehen konnte. Ich konnte viel mehr auf die Beine stellen. Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass ich bestimmen kann.
Und witzig: Ich kann genauso lebensfroh sein in stabilem Zustand wie hypoman - das muss man auch erst einmal herausfinden,
Ich will damit nicht sagen, dass mich nicht auch unter Stress oder ungünstigen Bedingungen Phasen treffen, schließlich bin ich chronisch an BS erkrankt, aber ich habe die Kontrolle mit einer Medikation und Lebensführung, die mir Spaß macht.
Medikamente kann man auch ausprobieren und wieder absetzen, Dich zwingt niemand.
Und es wird niemand an deine Tür klopfen und Dir deine Entscheidung abnehmen ;-)
lG fahni
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 18.05.26 11:22.