Hallo zusammen,
ich war bisher zweimal in meiner zuständigen Klinik. Nach meinem Verständnis wird in NRW, wenn es einen Notfall gibt, einem eine Psychiatrie zugewiesen. Das erste Mal in der Klinik wurde ich durch meine Psychiaterin wegen Manie per Rettungswagen sogar eingewiesen. Es hätte sogar "nur" Krankentransport sein dürfen, weil es ja kein körperlicher Notfall gewesen sei. Naja nicht uninteressant, aber angekommen in der Psychiatrie, bin ich manisch ziemlich eskaliert. Ich habe Gegenstände dem Personal hinterhergeworfen, habe mich als Privatpatient ausgegeben und habe mehreren Patienten Versicherungen verkaufen wollen. Beides hat so ein bisschen damit zu tun, dass ich vorher in einer Versicherung und in der Pflege gearbeitet habe.
Nach zwei 10 Tagen und zwei Stationswechseln wurde ich dann aus der Klinik rausgeschmissen und später in einer Antwort zu einem Beschwerdeschreiben hat der Klinikdirektor diese Vorkomnisse als Regelbrüche beschreiben, was dann zu meinem Rausschmiss geführt hat.
Also ich persönlich hätte niemanden, der auffällig manisch ist, niemals von einer Intensivstation (geschlossene Abteilung) entlassen.
Das zweite Mal lief es dort deutlich besser, ich wurde mit einer gemischten Episode aufgenommen, der Stationsarzt hatte sich geändert und die Klinik wird aktuell auch durch eine Klinikdirektorin geführt und hat eine Chefärztin. Beim ersten Mal in dieser Klinik hatte ich auch noch keine gesetzliche Betreuerin, diesmal konnte diese dann kontaktiert werden. Ich wurde aber wie gesagt auch mit gemischter Episode eingewiesen: also in unregelmäßigen Abständen Selbstmordgedanken und Hypomanie. Auch anstrengend und abenteuerlich.
Wie sind denn eure Klinikerfahrungen?
Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart gewünscht!