Liebes Forum,
Ich hoffe ich darf euch hier eine Frage stellen, die nicht 100% hier reinpasst.
Ich kenne das Forum bereits vom Mitlesen seit mehreren Jahren und weiß
deswegen, dass hier viele kluge und lebenserfahrene Köpfe mitschreiben
und ich wäre euch ganz dankbar für eure Einschätzung und Gedanken.
Ganz richtig bin ich hier eventuell nicht, weil ich über die betroffene Person nur
weiß, dass sie eine Psychose hat. Ob sie auch bipolar ist, weiß ich nicht. Da Bipolare
aber auch von Psychosen betroffen sein können, denke ich trotzdem, dass ihr mir etwas
dazu sagen könnt.
Es geht um eine Bekannte, deren Mann laut ihr seit 3 Monaten eine schlimme Psychose hat.
Die Wahnvorstellungen richten sich wohl hauptsächlich gegen sie und er ist dabei
anscheinend so gefährlich, dass es zu einer polizeilichen Wegweisung und einem 10-tägigen
Kontaktverbot kam. Ein Gewaltschutzantrag für Angehörige ist wohl bei Psychosen nicht möglich, für
eine Einweisung wegen Fremdgefährdung reicht es anscheinend aber auch nicht (was ich persönlich nicht
verstehe, weil es ja anscheinend Gewalt und dadurch ein Kontaktverbot gibt).
Ich kenne mich mit Psychosen nicht aus, dafür aber mit häuslicher Gewalt. Und nach allem was ich
weiß, kann eine psychische Erkrankung zwar häusliche Gewalt noch verschärfen, allerdings ist
eine psychische Krankheit niemals die Ursache häuslicher Gewalt. Ein liebevoller, respektvoller
Ehemann kann sich durch eine Psychose nicht in einen gewalttätigen Ehemann verwanden.
Was denkt ihr? Liege ich falsch und Psychosen können tatsächlich zu vorübergehender Gewalt gegen
einen Partner führen?