psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

22. 02. 2026 22:53
Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier also ist dies mein erster Beitrag. Ich wurde 2023 mit Bipolarer Störung diagnostiziert und lebe seitdem und schon immer Medikamentenfrei. Ich habe seitdem ich 2013 stationär war, 10 Jahre lang nicht eingesehen, dass ich krank bin. Ich war nur ein paar tage dort, habe die Medikamente nicht genommen und habe mich gegen ärztlichen Rat entlassen lassen. Man muss aber dazu sagen, dass sie mir Tavor geben wollten und ich auf der Psychosestation war, obwohl ich überhaupt keine psychotischen Symptome hatte. Seitdem hat sich mein Vertrauen in die Psychiatrie nicht gerade gefestigt. Ich lese in letzter Zeit immer mehr nach über meine Krankheit und womit sie überhaupt zusammenhängt, anstatt dass ein Psychiater 5 Minuten lang rät, was ich habe, mir Medikamente verschreibt, bei denen überhaupt nicht klar ist, ob sie wirken und wie sie wirken (sie wirken nicht) und immer dasselbe Spiel. 10 Jahre und 5 Fehldiagnosen später bin ich jetzt wieder hier in dieser Mühle und nichts hat sich geändert.

Ich habe zeitweise eine Therapeutin selbst bezahlt und dachte, ich versuche es mal wieder mit einer Psychotherapie und bekomme bei den bisherigen Erstgesprächen nur gesagt ich sei nicht therapiebar, ich muss auf Tabletten gesetzt werden, es geht gar nicht wie meine Aufmerksamkeit überall im Raum ist (ich war von den Fragen echt gelangweilt und durfte aber nichts interessantes dazu sagen, sondern sollte nur auf die Frage mit ja oder Nein antworten, wie in der Grundschule) wenn ich erzähle dass ich Cannabis rauche, wird gleich eine Suchterkrankung diagnostiziert, wenn ich dann zu einem anderen Therapeuten gehe und nichts davon erzähle, wird es gar nicht bemerkt, "das Bipolare tut seine Arbeit" und das kann man ja nicht therapieren.

Ich hasse Tabletten und Medikamente! Jedes Mal wenn ich sowas probiert habe sind mir die Wände entgegengekommen und ich habe das ausprobieren von Neuroleptika immer als Spiel mit dem Feuer wahrgenommen. Vielleicht vertrage ich das auch alles nicht, weil ich eine Herzrhythmusstörung habe, aber danach wurde noch nie gefragt und es gab auch noch nie eine wirkliche Untersuchung! Ich hatte in 10+Jahren keine Psychose weil ich Gras rauche !!!
Einem wird nicht unbedingt immer davon erzählt, dass man bei dauerhaftem Konsum der meisten Psychopharmaka mit einer deutlich reduzierten Lebenserwartung rechnen muss (20-30 Jahre!) und sie das Gehirn schrumpfen lassen. Ich habe mich in den letzten 10 Jahren nie versucht umzubringen oder war eine Gefahr für andere und werde auch die nächsten 10 jahre genau wie die letzten ohne Medikamente überleben !!!

die Angst der Therapeuten vor Bipolarität ist ja irgendwie süß. aber ich bin nicht einfach nur Bipolar und unzurechnungsfähig. Ich habe mehr Trauma erlebt als ein Therapeut sich vorstellen kann, der jeden Tag in seiner Praxis sitzt. Aber ich darf nicht darüber sprechen, es sei denn, ich bin zugedröhnt.

Ich hatte wegen alternativer Therapiemethoden recherchiert und eine Harvard-Professorin gefunden, die ein Buch geschrieben hat über Diäten, die man in Zusammenhang mit Psychischen Krankheiten machen kann und habe daraufhin direkt mit der Keto-Diät angefangen. Die hat mich innerhalb von 2 Tagen aus der schweren Depression geholt wegen der ich beim Arzt war. Am selben Tag war ich dann bei einem neuen Therapeuten, dem habe ich erzählt, ich mache eine Keto- Diät
deswegen sei ich gerade hypomanisch. Er meinte dazu nur: "bestimmt haben sie das irgendwo im internet gelesen" und irgendwann später, "Sie sind ja überall mit ihrer Aufmerksamkeit" ach, was er nicht sagt.

Für alle die es nachlesen wollen hier der Link zum Buch von Dr. Georgia Ede :
[entfernt: kommerz. Link]

Ich bin nicht sicher, was von hier jetzt mein nächster Schritt sein wird. Soll ich weiter versuchen, einen Therapeuten zu finden, der mich ernst nimmt? oder ans Meer fahren und eine wirkungsvolle Selbsttherapie anfangen? oder ist mein Hund in Wirklichkeit der beste Therapeut, den ich finden kann?

Wie geht es euch so? Nehmt ihr Medikamente und helfen sie euch auch, oder nicht? habt/hattet ihr gute Therapeuten? was würdet ihr tun?



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 23.02.26 08:33.
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

dogfantasy 718 22. 02. 2026 22:53

Re: psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

ihoain 172 23. 02. 2026 03:47

Re: psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

MadameX 161 23. 02. 2026 13:19

Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

Lichtblick 134 23. 02. 2026 20:40

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

dogfantasy 171 23. 02. 2026 22:36

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

Friday 126 24. 02. 2026 13:18

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

MadameX 108 24. 02. 2026 14:46

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

Friday 100 24. 02. 2026 15:14

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

Flyhigh 153 24. 02. 2026 15:18

Re: Wie äußert sich bei Dir die bipolare Krankheit?

soulvision 128 24. 02. 2026 16:08

Re: psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

Flyhigh 133 23. 02. 2026 22:06

Bipolare auf Medikamente einstellen

Lichtblick 134 24. 02. 2026 20:39

Re: Bipolare auf Medikamente einstellen

dogfantasy 113 25. 02. 2026 02:07

Re: Bipolare auf Medikamente einstellen

Lichtblick 110 25. 02. 2026 14:35

Re: Bipolare auf Medikamente einstellen

dogfantasy 113 25. 02. 2026 20:35

Re: Bipolare auf Medikamente einstellen

Pizdapipa 93 26. 02. 2026 17:31

Re: ?

fahni 105 26. 02. 2026 20:23

Re: ?

dogfantasy 82 28. 02. 2026 14:54

Re: ?

MadameX 95 28. 02. 2026 16:59

Re: Psychiater finden

dogfantasy 99 01. 03. 2026 19:40

Re: psychotherapie ? Medikamente? hilft das alles überhaupt?

Pizdapipa 138 25. 02. 2026 17:08



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