Lieber Grashalm, danke für deine lieben Worte. Bei uns gibt’s sehr viele Parallelen… 2018 hat er mich sehr wahrscheinlich betrogen, mit einer Frau mit ähnlichem Krankheitsbild. Er hatte zu der Zeit zwei Antidepressiva und noch L-Thyroxin bekommen, weil die Hypomanien nicht erkannt wurden und nur die Depressionen behandelt wurden. Er ist an einem Abend gegangen nach einem Konflikt, ich habe an seinem Blick gesehen, dass irgendwas passiert. Er ist nicht zurück gekommen, war nicht erreichbar. Irgendwann schrieb er, er geht in eine Klinik, weil er einen Zusammenbruch hat. Dort kam er nicht nicht an. Da habe ich die Polizei gerufen nach Rücksprache mit seinem damaligen Arzt. Die haben ihn mit großer Suchaktion leider nicht gefunden. Durch die ADs war er völlig überdosiert und hatte das Serotonin Syndrom. Am nächsten Morgen wurde er zwangseingeliefert durch die Polizei, und seit dieser Nacht ist nichts mehr wie es war. Das hat mich nachhaltig verändert. Wir hatten damals noch zwei jüngere Kinder… eins gerade eingeschult.
Dann folgte Umstellung auf Lithium und Lamotrigin, er war 6 Wochen in der Klinik. Es hat aber noch viele Monate für die Stabilisierung gebraucht.
Es ist wichtig für uns zu erkennen, dass nicht die Person diese schlimmen Dinge tut oder, sondern die Krankheit. Das fällt mir auch unheimlich schwer, weil ich ja nur meinen Mann sehe, und keine offensichtliche Erkrankung.
Hol dir selber auch Hilfe, Unterstützung. Sprich mit Personen in eurem Umfeld, denen du vertraust. Ich bekomme da gerade viel mentale Unterstützung. Wir dürfen uns selber nicht vergessen. Ich werde mir eine Selbsthilfegruppe hier suchen mit Angehörigen BiPo. Ich merke, mir tut der Austausch gut.
Alles Liebe auch für dich/euch