Hallo liebe Bipolare,
kurz wollte ich Euch berichten von einem massiven Behandlungsfehler, der mir unterlaufen ist, um Euch zu warnen! Ich habe Lorazepam 1 mg oft als Bedarfsmedikamention benutzt, irgendwann etwas häufiger, so im 3 Tage Rhytmus, da es mir immer schlechter ging. Doch mein Zustand verschlechterte sich immer weiter und ich hatte oft Stunden, die einfach nur noch Qual und Folter waren. Aber keiner wusste, woran es lag. Irgendwann bin ich dann auf den Gedanken gekommen, dass das Hoch- und Herunter von Lorazepam vielleicht mein Gehirn weiter ins Ungleichgewicht bringt und verhindert, dass sich ein Gleichgewicht herstellt. Mein Psychiater riet mir also trotz des Abhängigkeitsrisikos, von Lorazepam als Bedarfsmedikamention auf eine dauerhafte Benzodiazepineinnahme umzustellen, allerdings mit Diazepam, dass eine längere Halbwertszeit hat. Es hörte sich für mich erst, wie ein massiver Rückschritt bzw. ein Schritt in die Abhängigkeit an. Doch es hat mir massiv geholfen. Und mein Arzt sagte: Wenn erst einmal ein stabiler Ausgangzszustand / Gleichgewicht hergestellt ist, dann kann man kontinuiertlich herunterfahren. Also: Auch gelegentlich Lorazepam / andere Benzos können einen an den Rand bringen! Würde mich über Eure Erfahrungen freuen!
LG taxus-minus