Vielen lieben Dank für die Buchempfehlung! Das kommt direkt bei mir in den Einkaufswagen. Bisher hatte ich nur "Wir fliegen hoch, wir fallen tief" gelesen und das ließ mich vorallem mit der Frage zurück, wie es ist Kinder zu bekommen mit einer bipolaren Störung.
Ich glaube auch, dass ein stabiles Umfeld und eben auch der Support von Familie, Partnerschaft und Freunden wichtig ist. Aufgrund dessen baue ich mir langsam wieder einen Freundeskreis auf, weil ich durch meine letzte Manie meinen kompletten Freundeskreis verloren hatte.
Was ist denn eine Krisenpension? Davon höre ich zum ersten Mal.
Mir hat die Klinik meistens geholfen stabiler zu werden, auch weil ich das Gefühl habe sicher zu sein und eben offen mit meiner Krankheit umgehen zu dürfen. Im beruflichen Kontext habe ich Angst Ablehnung und Unverständnis zu erfahren, weil mir das eben auch beim Knüpfen von neuen Freundschaften passiert.
Mein vorheriger Arbeitsplatz war zwar schlechter bezahlt, aber es war viel entspannter. Aktuell muss ich konstant Überstunden machen, selten wird eine Urlaubsvertretung gemacht, es kommen ständig Sonderaufgaben dazu und ich komme kaum zu meinem Tagesgeschäft. Es ist wirklich total frustrierend und erschöpfend, weil ich das Gefühl habe kein Stück weiter zu kommen. Meine Kollegen arbeiten teilweise am Wochenende und bis in die Nacht, um den Workload zu bewältigen und das kann ich einfach nicht leisten.
Ich würde gerne nochmal 1 bis 2 Vollzeit Stellen ausprobieren, weil ich das davor jahrelang leisten konnte. Einfach in der Hoffnung, dass die Arbeit dann besser organisiert ist und realistische Ziele gesetzt werden.
Allerdings werde ich wahrscheinlich bald den Grad der Behinderung feststellen lassen, damit ich im Arbeitskontext besser geschützt werden kann.
Ich denke schon, dass mein aktueller Bürojob so an sich ganz gut passt. Ich arbeite wenig mit Menschen, kann mich stundenlang konzentrieren, habe geregelte Arbeitszeiten und es ist ein logischer Beruf.