Hallo zusammen,
ich bin psychisch krank seitdem ich 14 bin. Erst hatte ich "nur" schwere Depressionen und eine Sozialphobie. Dann mit 20 meine erste Manie und Psychose. Ich wurde eingewiesen und mit einer schizoaffektiven Störung diagnostiziert und bin anschließend in ein Loch gefallen. Ich dachte erst, dass es eben eine Psychose war und die Chance und Möglichkeit besteht, dass das einmalig bleibt. Leider habe ich mich im Anschluss nicht in ambulante Therapie begeben, aber ich war nach der anschließenden Depression für mehrere Jahre stabil. Mit 24 wurde ich dann wieder manisch und psychotisch, wieder in der Psychiatrie und im Anschluss schwer depressiv. Dort wurde dann auch festgestellt, nachdem man sich meine komplette Krankheitsgeschichte angeschaut hat, dass ich eine bipolare Störung habe. Jedenfalls habe ich mich zwar wieder ins Leben zurück gekämpft, einen neuen Job angefangen und ambulante Therapie gemacht.
Leider ist der neue Job, aber so stressig, dass ich nach 1 1/2 Jahren das Gefühl habe, kurz vorm Burnout zu stehen. Ich war das letzte Jahr auch so instabil, dass ich zwei Hypomanien und mehrere depressive Episoden hatte. Ich habe bis jetzt Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass ich chronisch krank bin, aber ich versuche mein bestes, um schwerwiegende Episoden zu vermeiden. Ich wünschte einfach, dass ich gesund wäre und so belastbar wie "normale" Menschen.
Aktuell überlege ich wieder in die Klinik zu gehen, um zu regenerieren, stabilisieren und eine neue Perspektive zu gewinnen. Ich weiß nicht, ob der Weg in die Klinik aktuell der richtige Schritt ist. Ich habe Angst vor der Zukunft, wie sich meine Krankheit entwickelt und ob ich jemals mit jemandem Zusammenziehen, Heiraten und Kinder bekommen kann.
Habt ihr schon mal einen Klinikaufenthalt gehabt, um eben einen kompletten Zusammenbruch zu vermeiden?
Und habt ihr es geschafft eine Partnerschaft zu führen und Kinder groß zu ziehen?
Ich freue mich auf Erfahrungen und vielen Dank fürs Lesen <3
Liebe Grüße