Hallo zusammen!
Ich wurde heute nach einer langen Zeit mit immer wiederkehrenden Phasen mit der bipolaren Störung diagnostiziert. Ich hatte schon länger den Verdacht gehabt das ich bipolar bin, aber jedesmal wurde gesagt "nein wir warten ab ob es noch eine Phase gibt". Nach nun 2 Jahren mit 11 Phasen wurde heute von der Oberärztin der Klinik in der ich wegen einer gemischten Phase war mithilfe von meiner Stimmungskurve die Diagnose gestellt. Ich bin wirklich erleichtert dass das ganze jetzt einen Namen hat weil ich weiß das ich mir das nicht eingebildet habe. Trotzdem bin ich ein wenig überrumpelt und weiß noch nicht so ganz wie es jetzt weiter geht. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Psychologin und am Montag bei meiner Psychiaterin. Dort werde ich mal Lithium ansprechen, weil ich bis jetzt schon einiges an Medikamenten bekommen habe unter der ich aber weiterhin Phasen hatte. Ich strebe die Kombination aus Lithium, Aripiprazol und Lamotrigin an damit mein Rapid Cycling hoffentlich endlich endet. Ich weiß garnicht wie es jetzt weiter geht. Ich hoffe das mir die neue Medikation endlich etwas hilft damit Phasen nicht mehr so häufig auftreten. Ich hatte bis jetzt nur eine wirklich schwere Manie unter anderem ausgelöst durch Antidepressiva und Stimulanzien (habe auch noch ADHS, Borderline und eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung). Ansonsten hatte ich nur Hypomanien und häufige teils schwere Depressionen. Morgen habe ich einen Termin bei meiner Psychologin die davon noch garnichts weiß. Ich werde ihr morgen berichten wie es in der Klinik war. Wurde heute entlassen und im Brief steht "bipolare affektive Störung gegenwärtig gemischte Episode“. Das kann ich jetzt so, rückblickend, auch sehen. Hatte erst gedacht wegen einer depressiven Episode auf die geschützte Station gekommen zu sein, aber mein Schlaf war sehr schlecht meine Stimmung eigentlich gut aber trotzdem mit den klassischen Symptomen einer Depression gemischt. Auch Gedankenrasen und grübeln war vorhanden. Jetzt geht es mir deutlich besser. Ich Merk zwar das ich trotz meiner recht guten Laune immer wieder die Tränen kommen ohne Grund aber es ist deutlich besser als am Anfang vor 6 Wochen. Die Phasen grenzen sich sehr vom Borderline ab weil die Phasen aus de nichts aufgetreten sind und dann auch mehrere Wochen geblieben sind und nicht wie bei Borderline nach ein paar Stunden wieder weg war.
Das war so meine Geschichte bis jetzt. Seit 2023 bin ich krank. Ich hoffe durch das Lithium endlich etwas Ruhe zu bekommen. Aber ich werde euch auf dem laufenden halten wie es morgen und am Montag weitergeht. Vielen Dank fürs lesen und fühlt euch lieb gegrüßt!
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 15.01.26 19:22.