Hei, an alle,
mir fällt gerade auf, dass für bipolar Erkrankte falsche Entscheidungen ein ständiges Thema sind.
Gemeint ist hier der Umgang mit der bipolaren Erkrankung.
Vorne steht hier das
eigenständige Absetzen oder Ausschleichen von Medikamenten.
Dazu hatten wir im letzten Jahr viele Erfahrungsberichte, in denen ehrlich berichtet wurde,
wie bitter diese Entscheidungen geworden sind.
Im Moment gebt es einen Baum mit dem Thema:
die Krankheit nicht akzeptieren, weil: so sein wollen, wie andere
Und auch da melden sich mehrere, die sagen: ging mir genauso
Ich nehme mal als Grundaussage: So tun, als wäre die Krankheit nicht da.
Das lässt sich nachlesen, welche schlimmen Folgen das hatte.
Mit Sicherheit gibt es weitere falsche Entscheidungen von bipolar Erkrankten,
aber mir fallen gerade diese beiden ein. Dieser Baum kann gerne ergänzt werden.
Aus meiner Sicht ist das mit diesen beiden falschen Entscheidungen so:
Setz ab und / oder tu so, als wäre die Krankheit nicht da,
dann zeigt die Krankheit Dir, dass das nicht stimmt.
Das ist sehr zurückhaltend formuliert. Die Reaktion der Krankheit macht Dich fertig.
Und ist keinesfalls niedlich und zu vernachlässigen.
Zum Vergleich mit anderen Menschen:
Wenn jemand durch Manie und Depression gegangen ist,
meistens mit Psychiatrie-Aufenthalt, dann ist er anders als andere.
Das heißt erst mal gar nichts. Viele Bipolare arbeiten, viele haben auch Kinder.
Aber wenn jemand möchte, dass andere Menschen die eigene bipolare Erkrankung mitkriegen,
dann gibt es dafür zwei Super-Möglichkeiten: Absetzen und so tun, als wäre die Krankheit nicht da.
Nehmen wir an, das liest jetzt jemand, der gerade morgen absetzen wollte.
Dann mache ich diesen Vorschlag: Finde im Forum zehn Postings vor Bipolaren, denen das
gelungen ist, was Du da vorhast. Genau das und sagen wir über ein Jahr.
Du wirst sie nicht finden, weil eigenmächtiges Absetzen immer eine falsche Entscheidung ist.
Weil unsere Medikamente in unserem Gehirn ein Gerüst aufbauen. Das soll so sein.
Hau dieses Gerüst weg und ich gehe eine Wette ein: Du findest Dich in der Psychiatrie wieder.
Ich weiß das vorher. Und Du jetzt auch.
Viele Grüße
Cornelia