Umgang bei erster, unvorhergesehener Hypomanie?

02. 01. 2026 09:42
Guten Tag. Meine Freundin erlebt gerade ihre vermutlich erste (hypo)manische Phase und ich fühle mich total überrumpelt davon. Sie geht immense finanzielle und berufliche Risiken ein und hat eine verbal offensive Kommunikation wie ich sie noch nie gesehen habe. Ich wüsste gerne wie Angehörige mit Erfahrungen diese Herausforderungen gelöst oder wenigstens mit begrenzten Schaden überstanden haben.

Genaueres zur Situation: Ihre Therapeutin sagt ihr sie muss zum Psychiater um ihre Medikamente anzupassen (zugleich hat sie sich mit ihrer Therapeutin überworfen und ihr vorgeworfen sie sei nicht mehr professionell genug). Bisher nimmt sie nur ein Antidepressivum (Escitalopram), da sie bisher nur Depressionen hatte. Beim Psychiater ist aber erst ein Termin in etwas mehr als einem Monat frei. Unser Hausarzt hat vor Kurzem auch gewechselt, da der alte leider erkrankt ist. Der alte Hausarzt hatte ihr das Antidepressivum vor einem halben Jahr selbst verschrieben. Der neue Artzt möchte jetzt aber nichts daran in eigener Regie ändern, bzw. sieht keine Auffälligkeiten. Soweit ich gelesen habe, sollte Escitalopram aber während einer Hypomanie definitiv abgesetzt werden. Ich weiß garnicht mehr an wen ich mich noch wenden kann, die Psychologin erreicht meine Freundin nicht mehr, der Psychiater hat keine Zeit, der Hausarzt möchte scheinbar keine Verantwortung übernehmen und wenn ich das Thema anspreche reagiert sie äußerst sensibel.

Ich mache mir sorgen, dass bis zum nächsten Termin beim Psychiater so manches finanziell und auch in unserer Beziehung "zu Bruch" gehen wird. Wenigstens ist sie bisher keine körperliche Bedrohung für mich oder für sich selbst. Und auch unsere Finanzen sind getrennt, aber ich möchte nicht zusehen wie sie so viel Dummes tut was letztlich auch unser gemeinsames Leben verunmöglichen könnte, insbesondere wenn es vielleicht auch einfach an falsch eingestellten Medikamenten liegt.

Was ist denn jetzt eine gute Strategie? Weiter versuchen einen früheren Termin zu bekommen? Nochmal alleine mit dem Hausarzt sprechen um ihm meine Perspektive zu schildern? Sie vehementer Auffordern einen Arzt aufzusuchen? , oder muss ich jetzt hinnehmen dass sie sich selbst finanziell/beruflich schadet bis sie selbst Einsicht zeigt? Sollte ich lieber versuchen zu deeskalieren und abzuwarten damit sie nicht auch in mich vertrauen verliert? Mache ich es jetzt vielleicht nur noch schlimmer wenn ich versuche zu intervenieren? Vermutlich gibt es keine eindeutige Antwort, aber ich wäre für jede Perspektive dankbar. Ich habe so etwas noch nie erlebt.
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Umgang bei erster, unvorhergesehener Hypomanie?

mandarine777 381 02. 01. 2026 09:42

Re: Umgang bei erster, unvorhergesehener Hypomanie?

kinswoman 149 02. 01. 2026 10:57

Re: Umgang bei erster, unvorhergesehener Hypomanie?

soulvision 135 02. 01. 2026 13:38

Re: Umgang bei erster, unvorhergesehener Hypomanie?

fahni 148 02. 01. 2026 18:26



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