Meinem Erleben nach, und da kann ich nur für mich sprechen, war es so, dass in den manischen Phasen unterdrückte Bedürfnisse mit Gewalt hochgebrochen sind.
Plötzlich habe ich mich etwa total übersteigert für Spiritualität interessiert. Auf lange Sicht hat es mir gutgetan, ein moderates Maß an Spiritualität in meinem Alltag zuzulassen.
Daher kann ich mir vorstellen, dass diese "fixen Ideen" deinem Lebensgefährten ein Bedürfnis sind. Vielleicht lässt sich ein gangbarer Mittelweg finden. Ein Besuchsrecht für die Mutter etwa. Außerhalb der akuten Phase, versteht sich.
Vielleicht kannst du dir eine nicht-kirchliche Zeremonie vorstellen, mit der er sich arrangieren kann. Natürlich erst, sobald er psychisch stabil ist.
Streng nach Definition ist das (wenn nicht, dann ...) Erpressung, genauso wie du eben nicht heiraten willst.
Je nach dem, warum ihm ein kirchlicher Segen wichtig ist, ist das Teil seines Glaubens und der kann eine enorme Kraft haben.
---
Psychisch stabil, kardial unausgeglichen
Pronomen: er, Baujahr 80, GdB 50, voll erwerbsgemindert, berufsunfähig, Pflegegrad 4
Diagnosen:08/2016 bipolare Störung, 03/2019 Psoriasisarthritis, 10/2021 Schlafapnoe, 05/24 Herzinsuffizienz + rezidiv. Herzrhythmusstörungen
Medis: Valpro 500mg 1-0-1-0 und Valpro 300mg 0-0-1-0 u.v.m.
Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.