Ich bin nicht mit bipolar diagnostiziert doch gehe sehr stark davon aus seitdem ich letztes Jahr sehr abnormales Verhalten gezeigt habe in Richtung einer Manie und genügend ausgeprägte Symptome gezeigt habe um für eine bipolare Störung in Frage zu kommen oder sie zumindestens ausschließen zu müssen. Es ist nun wieder aufgetreten und jetzt bin ich in der Depression.
Ich war beim Hausarzt und dieser hat mir jetzt Überweisungen für Psychotherapie und Psychiatrie gegeben, jedoch nur mit dem Verdacht auf depressive Episode. Er war der Meinung nach einer bipolaren Störung zu gucken wäre zu intensiv und das jetzt in Betracht zu ziehen könnte mir viel kaputt machen sobald das einmal bei der Krankenkasse in irgendeiner Akte steht. Er ist auch der Meinung, da ich selbst im psychologischen Bereich tätig bin, dass ich viel zu viel darein interpretiere.
Nun bin ich ein wenig durcheinander. Das letzte Mal als ich in der Psychotherapie war wurde nicht viel wert darauf gelegt zu diagnostizieren, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon mehrere depressive Episoden hatte. Bringt es daher mehr mich viel mehr danach umzugucken einen Psychiater zu finden? Oder macht das Diagnostik keinen Unterschied. Auf der Überweisung steht jetzt ja nur V.a depressive Episode, soll ich im vorraus schon irgendwie bekannt machen dass ich vermute es sei mehr?
Ich bin jetzt auch voll eingeschüchtert dass viel darüber wissen vielleicht dazu führt dass man mich nicht ernst nimmt. Wie bereite ich mich dafür vor? Ist eine Liste mit Symptomen zu viel? Soll ich alles was ich über Professionalität in dem Bereich gelernt haben einfach ignorieren? Wie werde ich am besten ernst genommen und wo kann man sich am besten melden? Es gibt Psychiater die in psychotherapeutischen Praxen sind und Psychiatrische Ambulanzen, wo finde ich am ehesten jemanden der es auch in Betracht zieht eine Diagnose aufzustellen oder Bipolare Störung auszuschließen?