Hallo,
ich habe mir hier ein schwieriges Thema herausgesucht.
Bei mir steht die Diagnose bipolare Störung "erst" seit 2 Jahren, obwohl meine erste Mischphase eigentlich schon vor vielen Jahren als ich 25 Jahre alt war, gewesen ist. Naja, ich hatte noch jahrelange Depressionen bis ich schließlich das erste mal in einer Manie gelandet bin.
Jetzt ist es so, dass ich alle drei Monate die Höchstdosis Trevicta gespritzt bekomme.
Ich tue mich jedoch sehr schwer regelmäßig zur Depot-Spritze zu gehen und es ist auch mein Psychiater, der mich immer kontrolliert, wann sie wieder ansteht. Ich habe die Erkrankung immer noch nicht so richtig akzeptiert. So lange ich nur leicht manisch bin, fühle ich mich auch oft noch sehr wohl und tue mich mit der Wirkung des Neuroleptikums (es macht ruhig, langweilige Stimmung etc.) schwer. Andererseits weiß ich auch, dass mich die Psychiatrieaufenthalte immer so total aus dem Alltagsleben herauswerfen.
Ich wollte einfach einmal fragen, wie ihr gelernt habt eure Erkrankung zu akzeptieren und die Medikamente auch über Jahre regelmäßig zu nehmen ? Mein Psychiater lehnt ein Absetzen des Trevicta ab, da er glaubt, dass es dann zu einem Rückfall käme. Ich sollte sagen, dass ich jetzt schon bestimmt 5 Jahre Trevicta bekomme. Ich werde manchmal trotzdem leicht manisch, aber das merke ich in der Regel auch und mein Psychiater erhöht bei "impulsiver Stimmung und Rededrang meinerseits" dann die Medikamente. (als Stimmungsstabilisierer habe ich Valproat)
Viele Grüße und vielen Dank für Eure Antworten im Voraus