Hallo mirimari,
es klingt, oberflächlich betrachtet, immer so vernünftig, wenn jemand schreibt, dass er die Medikamente absetzt, wegen jahrelanger Stabilität. Ich verstehe allerdings nicht, wie man als Betroffener und als Therapeut vergessen kann, dass diese Kranheit nicht verheilt. Derzeit gibt es noch kein Medikament für die Bipo, das die Heilung bewirkt.
Und leider musstest du auf eine sehr harte Tour lernen, was es bedeutet eine chronische Krankheit zu haben, die jederzeit wieder ausbrechen kann. Ich hoffe deine Geschichte lesen viele, die der Meinung sind, eine dauerhafte medikamentöse Therapie sei unnötig. Ich danke dir auf jeden Fall für das Teilen, was bestimmt nicht leicht fällt.
Zu dem "Flug" aus dem Fenster... Ich finde diese Formulierung zeigt eindrücklich, wie fatal die veränderte Wahrnehmung in einer Manie sein kann. Das Verstecken der Symptome vor anderen, habe ich auch gemacht. Ich bin tatsächlich schwer psychotisch regelmäßig bei meinem Arzt gewesen und er hat nichts gemerkt.
Für die Regeneration braucht man leider viel Geduld. Und ich glaube nicht, dass man nach so einem schlimmen Erlebnis zu seinem alten Ich zurück kehren kann. So ein schlimmes Erlebnis verändert und man muss versuchen es zu akzeptieren und zu integrieren. Man kann stärker daraus hervor gehen.
Ich habe chronische Rückenschmerzen, die sich durch tägliche Bewegung gering halten lassen. Ich vermute aber mal, dass das bei dir nicht so einfach ist.
LG, Flyhigh
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Glück ist, wenn die Katastrophe Pause macht.
Wie wäre es mit dem Ausbruch des 1. Weltfriedens?