Ich habe lange überlegt, ob ich mich nach Jahren hier noch einmal zu Wort melde. In der Vergangenheit wurde ich, in diesem Forum, oft wg. meiner Ansichten zur Krankheit und den Umgang damit, angegriffen....
Konsens von vielen Betroffenen, suche die Verantwortung in Deiner Kindheit, bei Deinen Eltern - ich hielt das (in unserem Fall) für absoluten Blödsinn. Aber ich als Mutter war hier der Sündenbock.
Kommen wir jetzt zu meinem Kind. Ich bin mega stolz, nicht nur das sie fünf Jahre eine Psychotherapie gemacht hat. Sie hat nebenbei ihren Master mit tollen Noten absolviert und seit einem Jahr arbeitet sie Vollzeit.
Vor 24 Monaten hat sie das letzte Lithium genommen, vorher unter Begleitung ausgeschlichen. Ich hatte mega Angst, dass sie einen Rückfall bekommen könnte, sie wollte es aber unbedingt. Ich hatte ihr als Kind ein Versprechen gegeben, egal was kommt, ich werde immer für Dich da sein, weil ich Dich bedingungslos liebe!
Wisst ihr, was sie zu jedem Jahrestag "Ohne" sagt? Mama, ohne Dich hätte ich das alles nie geschafft.
Natürlich weiß ich, das es auch viele traurige Momente und Geschichten bei dieser Krankheit gibt! Ich denke aber, ein Umfeld mit Liebe und Vertrauen ist zwingend notwendig, um Stabilität (das Wort ist bewußt gewählt) zu erreichen.
Liebe Angehörige, seid einfach da, in guten, wie in beschissenen Momenten, fangt auf und lasst euch nicht einreden, ihr wäret SCHULD, weil es hier keine Schuldfrage gibt.
PS.: Sollte es Dino noch geben - sorry, Du hast verloren.