Hallo Hope40m,
ich würde das nicht so pauschal verneinen, dass die Medikation keine Rolle spielt. Also es gibt zwar keine Abfrage, ob man Medikamente nimmt beim Antrag. Aber trotzdem weiß man nicht, wie zuständige Sachbearbeiter und Gutachter den Schweregrad der Einschränkungen bewerten, wenn ein gutes, stabiles Leben möglich ist völlig ohne Medikamente. Die Anerkennung von Schwerbehinderung wird außerdem sehr unterschiedlich gehandhabt in den Ämtern und lässt sich kaum vorhersagen.
Wenn der Job die Krankheitsphasen immer wieder auslöst, dann ist es defintiv der falsche Job. Man sollte sich Alternativen überlegen. Wenn das Leben stabil verläuft ohne Medis, dann liegt ja vermutlich keine grundsätzliche Minderbelastbarkeit vor, die jede Arbeitstätigkeit verhindern würde. Man muss "nur" einen geeigneten Job finden. Dass das alles andere als einfach ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Wenn man diese Glück nicht hat und diese geeignete Nische nicht findet, dann sollte man über Rente nachdenken.
Beides sind ja verschiedenen Dinge, für die Schwerbehinderung muss man die Einschränkungen im Alltag belegen und für die Rente die zu geringe Belastbarkeit bei der Arbeit. Gutachten im Bereich der psychischen Erkrankungen sind bestimmt nicht immer frei von persönlichen Meinungen, weil sich die Lage schwerer objektiv bewerten lässt. Gut ist, wenn man einen Arzt an der Seite hat, der sich mit diesen Anträgen auskennt und die Probleme bestätigt.
LG, Flyhigh
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Glück ist, wenn die Katastrophe Pause macht.
Wie wäre es mit dem Ausbruch des 1. Weltfriedens?