Hallo,
ich habe schon einige Fernreisen gemacht und hatte damit gar keine Probleme, war in der Zeit aber auch lange Jahre stabil. Nachdem ich 2024 kein gutes Jahr hatte, werden wir wahrscheinlich 2025 zur Sicherheit mit den Fernreisen pausieren.
Mit dem Jetlag an sich hatte ich noch nie Probleme, ich habe aber auch nie am Anfang des Urlaubes „Vollgas“ gegeben. Wir sind meist nachts geflogen (zum Beispiel 10 Stunden nach Kuba), dann habe ich Abends Quetiapin genommen und schon im Flugzeug geschlafen. Ich bin aber auch ziemlich unempfindlich was den Schlaf angeht, einmal bin ich bei Ankunft auch in der Hotellobby auf dem Sofa eingeschlafen.
Ich denke, wichtig ist, dass man im Urlaub einen halbwegs regelmäßigen Schlafrhythmus pflegt, was bei uns als Paar auch mal heißt, dass mein Freund Abends noch unterwegs ist und ich gerade am Anfang des Urlaubes auch mal nach einem kurzen Tag früh schlafen gehe (gerade bei Zeitumstellung).
Den Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme zu verschieben war auch noch nie ein Problem.
Am meisten Angst habe ich immer davor, dass ich im Ausland ohne Medikamente da stehe. Dafür haben wir aber inzwischen eine Versicherung bei einem großen Automobilclub, bei der eine Nachsendung von wichtigen Medikamenten im Notfall zum Urlaubsort enthalten ist. Erfahrung habe ich damit keine (wie gut das tatsächlich funktioniert), bisher ist mein Koffer und mein Handgepäck immer gut angekommen.
Vorab sollte man sich gut informieren, welche Dokumente man zur Einreise mit Psychopharmaka braucht.
Wenn man unsicher ist, am Besten bei der Botschaft des jeweiligen Auswärtigen Amtes vor dem Urlaub anrufen.
Im einfachsten Fall reicht eine Bestätigung vom Neurologen in Englisch. Hier wird auch die Menge der Psychopharmaka für die Urlaubszeit eingetragen, am Besten einen Puffer einplanen.
Letztes Jahr wollten wir nach Vietnam, da haben wir uns dann doch dagegeben entschieden, weil man über Singapur fliegen müsste und Singapur hat so ziemlich die strengsten Bestimmungen was bei der Einreise (und Transit) mit Psychopharmaka zu beachten ist.
Geplant ist bei uns als nächstes Mexiko, dort reicht derzeit eine Bescheinigung vom Neurologen in Spanisch und Englisch.
Das ist natürlich nur mein individueller Erfahrungsbericht. Direkt nach einer akuten Phase wie 2024 habe ich von den Ärzten von Fernreisen abgeraten bekommen. Welche Probleme sich nach langer Stabilität noch ergeben könnten, kann ich nicht beurteilen.
Grüße
Candy