Hallo BipolarAllesKlar, liebes Forum,
leider läuft hier gerade alles aus dem Ruder. Alles was du beschreibst, findet hier gerade statt. Er merkt leider nicht wie er privat und beruflich alles aufs Spiel setzt.
Da ich selber, was ich bisher hier nicht erwähnt habe an einer unipolaren Depression erkrankt bin, konnte ich nicht in dem Maße auf mich achten wie es nötig gewesen wäre. Und das Thema Hilfe durch Nichthilfe hat bei ihm zu so viel Verwirrtheit und damit natürlich auch verbalen Aggressionen mir gegenüber geführt, das er gestern für mich den Notarzt gerufen hat da meine Depression extrem zugeschlagen hat und ich in der Überforderungssituation für mich nicht mehr garantieren konnte. Zum Glück hat die Notärztin schnell mitbekommen das ich nicht das einzige Problem hier bin sondern "nur" mit seiner Manie komplett überfordert bin. Sie hätte ihn sehr gerne zwangsweingewiesen, aber er hat keine Fremdgefährdung gezeigt. Er fühlte sich dann als Depp da ihn alle nicht verstehen, ich nicht in die Klinik eingewiesen wurde und er von der Polizei aus dem Haus geleitet wurde. (welches er sowieso gerade freiwillig verlassen wollte)
Was soll erst passieren wenn Ärzte sehen das ein Mensch schwer erkrankt ist, dringend Hilfe benötigt und sie als Ärztin nichts tun kann. Es ist für mich so schwer. Auf der einen Seite müsste ich mich dringend von ihm trennen aber meine Depressionen schreien nach seinen guten Phasen. Ich liebe ihn doch, aber zur Zeit gehe ich an ihm kaputt.
Kommt er wieder nach der Manie wenn ich ihn jetzt gehen lasse.
Auch er ist ambivalent. In der einen Minute sagt er unsere Beziehung ist zu Ende und fährt ins Hotel und keine 24h später hält er an der Beziehung fest.
Es ist so quälend. Ich möchte doch für ihn da sein, wenn die Manie zu Ende ist. Ich weiß nur nicht ob ich bis dahin so viel Kraft aufbringen kann. Es wäre so gut gewesen wenn die Ärztin ihn hätte gestern mitnehmen können.