Nein er nimmt zur Zeit keine Medikamente. Er hatte längere Zeit Valporat, aber das hat er wegen der Nebenwirkungen abgesetzt. Es ging ja jetzt auch ca 3 Jahre gut ohne Medikamente.
Ich finde, man muss das mal klar aussprechen:
Dein Mann kennt die Krankheit nicht. Wer bipolar ist und aus seinen Medikamenten rausgeht,
wegen Nebenwirkungen, hat keine Ahnung von den Hauptwirkungen unserer Medikamente.
Die sollen in diesem Fall vor Manien schützen. Und hätten das auch getan:
Es wäre wichtig gewesen, das Medikament zu wechseln.
Dein Mann hat schon drei Jahre vor der Manie nicht gewusst, was er tut.
Aus meiner Sicht kann man nur dann sagen, dass es gut geht, wenn keine Manie kommt.
Einfach mal abwarten wie lange eine Manie braucht, um ohne Medikamente das Leben
mit voller Macht zu zerstören: Was soll das denn? Was ist da "gut gehen"?
Und dieses Mal ist es viel schlimmer als vorher, schreibst Du. Guck mal an.
Wenn man einer Manie Tür und Tor öffnet, dann wütet die voller Freude.
Sie ist ja eingeladen worden.
Vor kurzem gab es Artikel zum Thema, wie Männer mit ihrer Gesundheit umgehen.
Sie gehen nicht zum Arzt und sterben an Prostatakrebs. Sie reagieren nicht auf
Beschwerden. Das unverantwortliche Geschlecht.
Damit sind nicht alle gemeint, ist klar.
Aber wenn man sich im Forum anguckt, wie viele Männer sich bedenkenlos in die
nächste Manie schmeißen: Vielleicht kennen die alle ihre Krankheit nicht.
Die Frauen müssen es ausbaden. Aber warum eigentlich?