Hallo du,
erstmal gut, dass die Manie rum ist! Ist das Lithium schon ganz fertig und richtig "eingestellt"? Ich nehme an, du bist in ärztlicher Behandlung und hast dort einen Ansprechpartner? Da würde ich direkt mal einen Termin ausmachen und deine Sorge vor der Depression ansprechen, vielleicht kannst du da medikamentös noch weiter unterstützt werden.
Als ich selbst kurz vor der Straße stand und mir alles über den Kopf gewachsen ist, auch weil ich schon depressiv war (in dem Moment war mir das weniger bewusst), hat mir ein Verein für Sozialpsychiatrie geholfen. Ich glaube ein sozialpsychiatrischer Dienst ist auch so etwas und das gibt es über das Gesundheitsamt - habe ich zumindest im Internet gesehen. Die sind mit mir meine Finanzen durchgegangen, haben mir beim Bewerbungen schreiben geholfen, bei Anträgen und Briefen etc. und ich habe schnell Termine bekommen. Ich habe stapelweise Papierkram mitgebracht und die haben alles mit mir sortiert. Das gibt es auch mit Hausbesuchen. Weiß nicht wie andere Städte da aufgestellt sind.
Alternativ können bestimmt auch liebe Freunde oder Familie - du schreibst du bist da gut aufgestellt - helfen, wenn man sich denn traut zu fragen.
Mittlerweile habe ich auch wieder ein dichteres Netzwerk, das ist auch teil meines "Notfallplans". Mich nicht isolieren, in Kontakt bleiben. Bei Frühwarnzeichen Gas zurücknehmen, auf mich achten. Das ist natürlich schwieriger mit dem auf sich achten, wenn man in einer Situation ohne festem Rahmen ist und sich um einen neuen Job und Finanzen kümmern muss.