Hey,
es kann schon seit und ist sogar oft der Fall, dass gerade hypomanische Phasen übersehen werden. Weil man dann in solchen Phasen denkt, dass man einfach gesund ist. Sozial auffällig und gefährtlich ist man da auch nicht. Bei mir war das genauso. Deswegen wurde die richtige Diagnose erst mit Ausbruch einer starken Manie gestellt, die durch Venlafaxin ausgelöst wurde. Manche Forscher nennen es "Bipolar III", also bipolare Störung, bei der manische Episoden hauptsächlich unter Antidepressiva (oder ggf. anderen Medikamenten) auftreten.
225mg Venlafaxin ist eine ziemlich hohe Dosis. Frag mal den Arzt, ob es nicht besser wäre, es auszuschleichen. Man muss aber dazu sagen, dass du dann viel Durchhaltevermögen bräuchtest, weil Venlafaxin ziemlich starke Absetzerscheinungen verursachen kann. Daher eher langsam ausschleichen.
Könnte das sein? Oder ist es verbreitet, dass man erst depressiv ist und später eine bipolare Störung entwickelt?
Dass sowas vebreitet ist, habe ich nie gehört. Was aber sehr verbreitet ist, ist die Tatsache, dass die richtige Diagnose "Bipolare Störung" oft zu spät gestellt wird. Ich habe von etwa bis zu 10 Jahren sogar gelesen, also der Zeitpunkt zwischen (meistens depressiven) Symptomen und der richtigen Diagnose. Daher vermute ich, dass es bei dir genau dieser Fall ist. So eine retrospektive Betrachtung deiner Vergangenheit machst du am besten in einer Psychotherapie. Dadurch könntest du dann dein bisheriges Leben besser und objektiver einschätzen.