27. 08. 2024 14:22
Moin,
bin jetzt 20 Jahre alt und derzeit in Behandlung in einer Tagesklinik.
Ich habe bisher selbst keine bipolare Diagnose, aber vermute stark, dass es Bipolar 2 ist.

Ich reagiere sehr sensibel auf Drogen wie Koffein und Alkohol und habe schon seit ein paar Jahren diese unbegründeten Stimmungsschwankungen gehabt, das heißt Phasen, in denen ich sehr aktiv, gut gelaunt war und viele Ideen hatte, die ich aber nie wirklich zu 100% durchgesetzt habe, weil ich immer auf was Neues kam (ich programmiere hobbymäßig sehr gerne). Ich war sehr leistungsfähig auf der Arbeit und habe mich schnell hochgearbeitet. Zudem war ich in diesen Zeiten sehr gereizt, was meine Mutter im Elterngespräch bei der Psychologin als aggressiv beschrieb. Ich war nicht leichtsinnig mit Geld umgegangen, sondern hatte mehr eine Sparsucht, auch wenn ich schon das Bedürfnis hatte, es auszugeben.

Im Kontrast dazu hatte ich die Phasen, wo ich einfach down war, keinen Sinn mehr fürs Leben gesehen habe und sogar einfach meinen erfolgreichen Job gekündigt habe ohne mich erstmal krankschreiben zu lassen, etc..

Dann habe ich mich irgendwann in einer depressiven Phase so sehr betrunken, dass ich psychotische Symptome hatte:

-Habe halluziniert und nach ausnüchtern hatte ich innerhalb von Stunden die Pole der Bipolarität ständig gewechselt, was einfach extrem war (seit dieser Geschichte trinke ich auch nichts mehr!)
-Konzentrationsstörungen: Konnte nicht mal Wäsche zusammenfalten
-Wochenlang ohne Schlaf gewesen

Nach ca. einem Monat dieser psychotischen Phase kam ich dann in einer depressiven Phase in die Geschlossene und werde bis heute behandelt. Das Problem ist, egal wie ich meine Bipolarität erkläre, meine Psychologin spricht es mir ab und sagt, ich sei wahrscheinlich einfach unipolar depressiv + Soziophob, weil ich ja nicht in einen Kaufrausch verfalle oder unanständige (sexuelle) Sachen im Gespräch sage.

Aufgrund dieser Diagnose ist logisch, dass ich auch nicht behandelt werde, wie ein bipolarer. Was ich mich nun frage, ist, ob Bipolar 2 mit der Zeit zu Bipolar 1 werden kann, wenn entweder gar nicht behandelt wird oder nur die depressive Seite behandelt wird. Die Hypomanie wird ja sehr oft bei vielen Menschen nicht erkannt.

Ich danke im Voraus für Ideen und Erfahrungsberichte :)
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Kann Bipolar 2 unbehandelt zu Bipolar 1 werden?

Marciyy 1825 27. 08. 2024 14:22

Re: Kann Bipolar 2 unbehandelt zu Bipolar 1 werden?

VanGogh 610 27. 08. 2024 21:19

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Marciyy 435 27. 08. 2024 22:56

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zyklothym 856 28. 08. 2024 14:01

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Marciyy 386 28. 08. 2024 14:14

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VanGogh 261 29. 08. 2024 10:19

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VanGogh 270 29. 08. 2024 10:48

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MadameX 283 29. 08. 2024 12:32

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Marciyy 525 29. 08. 2024 22:55

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ditmar 369 30. 08. 2024 10:36

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MadameX 253 30. 08. 2024 16:17

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Flyhigh 301 30. 08. 2024 16:38

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Marciyy 270 31. 08. 2024 00:56

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Flyhigh 278 31. 08. 2024 09:16

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Marciyy 269 31. 08. 2024 12:31

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Manicprime 273 31. 08. 2024 21:14

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Flyhigh 644 01. 09. 2024 11:34



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