Auch das wurde sehr klar als Racheakt oder was auch immer eingestuft. Also alles ins Leere gelaufen. Dann wurde es ruhiger und wir hatten mehrere Wochen keinerlei Kontakt - auch nicht bei Freunden nachgefragt.
Irgendwann hab ich ihr einen längeren Brief noch geschickt, was sich bei uns so tut und dass ich immer noch versuche wohlwollend auf sie zu sehen und dass ich immer noch offen für ein Gespräch bin - da kam dann immerhin ein "ich bin noch nicht so weit" zurück. Das ist jetzt etwa ein Monat her.
Sie hat dann angefangen mit dem Hund regelmäßig in der Straße zu spazieren, wo ich vom Balkon aus genau hinsehe. Das hat sie recht lang recht regelmäßig betrieben. Vorige Woche hab ich dann den Mut zusammen genommen und sie angesprochen, ob ich denn den Hund mal streicheln darf. Das hat sie dann "erlaubt", aber gemeint, dass sie immer noch nicht so weit ist und dass das noch Monate dauern kann und dann erst wird sie mir sagen warum. Ansonsten nur Gespräch über den Hund. Keine Frage nach den Kindern oder ähnliches.
Ich hab sie dann gefragt, ob ich den Hund vielleicht ab und an nehmen darf - ist ja eigentlich unser Hund. Das hat sie dann auch bejaht und wir haben uns für den nächsten Tag ausgemacht, dass ich 2h mit dem Hund zur Spielwiese gehe. Das hat super geklappt und sie hat mich dann auch wieder entblockiert am Handy, dass ich mich im Notfall melden kann, aber mit der Info, dass sie weiterhin ansonsten Ruhe haben möchte. Nach dem Spaziergang mit dem Hund haben wir noch etwa 20 Minuten über den Hund geredet. Da hat sie mich dann zumindest wieder mal angesehen. Ein weiterer Spaziergang diese Woche verlief recht ähnlich und sie hat mir dann noch 2 Trainingsvideos geschickt.
Dann haben wir ein wenig geschrieben und sie meinte dass sie mehrere unangenehme Termine hat wegen ihrer Entrücktheit im Krankenhaus vor allem bei der Einweisung. Und dass sie mir dafür die Verantwortung gibt, weil sie nur so ausgetrickt ist, weil ich dort aufgetaucht bin - dass wir da verabredet waren gemeinsam hinzugehen, scheint sie nicht mehr zu wissen. Jedenfalls bin ich Schuld an ihrem Verhalten dort und damit auch für die jetzt folgenden Konsequenzen verantwortlich. Dann wollte sie nicht mehr weiter reden, weil es sie grantig mache und sie das in der Vergangenheit haben will. Ich hab nur geantwortet, dass es mir leid täte, dass sie es jetzt so unangenehm hat.
Also Stand der Dinge ist, dass wir jetzt nach knapp 5 Monaten wieder sehr sporadischen Kontakt haben. Sie ist nicht mehr so drauf wie vor Monaten, aber sie selbst ist sie auch noch nicht wirklich. Schon klarer und nicht mehr so verzettelt, aber schon noch sehr viel sprechend und eben ziemlich leicht gereizt. Sie unternimmt und arbeitet wohl noch viel und hat eben mehrere unangenehme Termine.
Ist das dann jetzt ein Mischzustand?
Da sie angeklagt wird, gehe ich davon aus, dass ich als Zeugin bei Gericht erscheinen muss. Von der Anklage hat sie mir interessanterweise selbst erzählt.
Ob sie das so behalten wird, dass sie mir an allem Schuld gibt, während sie Anzeigen, Jugendamtmeldung, absoluter Kontaktabbruch seit Anfang an zu meinen Kindern und alles was sie mir so angetan hat die letzten Wochen, nicht mal erwähnt, wird wohl die Zeit zeigen. Geht mir auch weniger darum, dass sie da jetzt zu Kreuze kriecht, als dass sie ein realistisches Bild bekommt, wie sich tatsächlich alles zugetragen hat. Depressiv ist sie jedenfalls noch nicht, also schätze ich, dass es eben noch Manie oder Mischzustand ist.
Vielleicht kann mir da jemand aus seinem Erfahrungswert etwas dazu sagen!?
Danke jedenfalls fürs Lesen des wieder langen Textes