Ich wollte ein Update hier schreiben. Zusammen mit dem sozialpsychologischen Dienst der Station im Krankenhaus haben wir ein Platz für betreutes Wohnen in Bayern für meine Mama gefunden. An der Stelle muss ich ein großes Lob an die Damen (kbo Isar-Amper) schreiben, die mich und meine Mama die ganze Zeit unterstützt haben und eine tolle Arbeit geleistet haben. Da ich selber aus NRW kommen, möchte ich natürlich ein Platz für meine Mama in der Nähe finden. Ich habe soweit sie auf die Warteliste einiger Einrichtungen aufnehmen lassen. Die Wartezeit beträgt zum Teil 1-2 Jahre.
Die Einrichtung in Bayern hat mir persönlich gefallen. Meine Mama hat ein Einzelzimmer (Erdgeschoss), mit einer kleinen Terrasse und eigenem Badezimmer bekommen. Es ist sauber und schön eingerichtet. Meine Mama ist momentan in einer depressiven Phase, sie isst wenig, geht aber bisschen raus und hat sogar schon eine Freundin gefunden.
Meine Mama hat wieder mich gefragt, dass ich sie zu mir nach Hause hole. Es bricht mir jedes Mal das Herz ihr zu erklären das ich es nicht kann. Meine Mama leidet unter der Vorstellung, dass sie verfolgt wird. Daher ist es für mich einfach nicht tragbar bei uns wohnen zu lassen. Die Kinder merken, dass mit der Oma etwas nicht in Ordnung ist, aber sie lieben sie trotzdem.
Die Wohnung meiner Eltern habe ich und mein Mann geräumt und an Vermieter übergeben. Es war ein Kraftakt, aber wir haben es geschafft. Ich bin noch dabei die Finanzierung des betreuten Wohnens komplett mir der Hilfe von Bezirk Oberbayern zu organisieren. Die gesetzliche Betreuung meiner Mama habe ich weiterhin.
Die letzten Monate waren hart, ich musste viel Papierkram erledigen, wir sind auch mehrere Male von NRW nach Bayern mit kleinen Kindern gereist. Auch viele Telefonate mit Behörden, Anträge usw.
Ich bin zum Glück selber in einer Therapie und ich glaube es bringt mir persönlich sehr viel. Ich lese hier im Forum mit und bin immer für die Büchertipps usw. sehr dankbar.
Ich möchte durch meine Geschichte etwas Hoffnung geben, dass selbst in schwierigen Situation immer eine Lösung gibt. Es lohnt sich auf jeden Fall die sozialpsyhiatrische Dienst in Anspruch zu nehmen und auf jeden Fall auch sich aktiv zu bemühen.