Zusammenbruch

06. 06. 2022 14:05
Hey! Ich heiße Jenni (27) und komme aus [edit: bitte Anonymität beachten]!

Dieses Forum gibt mir Hoffnung und ich werde hier wohl regelmäßig reinschreiben und hoffe auf Tipps und konstruktive Kritik und auch etwas seelische Unterstützung!

Zuerst wurde bei mir ab Kindesalter ADHS diagnostiziert, mit 21 Jahren dann Borderline und mit 27 Jahren eine Bipolare Störung. Kaufsüchtig bin ich ebenfalls. Mein Leben bis jetzt war eine Tragödie. Meine Mutter ist ebenso psychisch krank und von ihr großgezogen zu werden war reiner Horror. Andauernde Psychospielchen seitens meiner Mutter begleiteten meine jungen Jahre. Mit 16 Jahren zog ich aus zu meinem 25 Jahre alten Freund der mir permanent fremdging und mich wie Dreck behandelte, jedoch konnte ich nirgends anders hin. Ständige Schulabbrüche waren schon fast normal für mich. Seine Freunde stellten ihn jedes Wochenende stark alkoholisiert und aggressiv bei mir ab und am Silvesterabend stürzte er sich wie ein wildes Tier auf mich und brach mir die Nase. Ich zog aus.

In einer 15qm Wohnung fand ich mich wieder und schon stürzte ich mich wieder in eine ungesunde Beziehung (er war auch wieder wesentlich älter als ich), da ich nicht allein sein konnte und natürlich ging diese auch wieder in die Brüche. Ich begann eine Ausbildung und zu Beginn lief es ganz okay, irgendwann kam ich nicht nicht mehr mit und lies alles schleifen. Zudem bekam ich starke Panikattacken vor der Arbeit, stand morgens am Parkplatz vor der Arbeit, aber schaffte es nicht hineinzugehen.

Kurz darauf verfiel ich in eine starke Depression durch die mir mein aktueller Partner mit dem ich jetzt 3,5 Jahre zusammen bin durchhalf. Ich muss sagen er hat eine Mordsgeduld mit mir und ist der erste anständige Partner. Ich redete mir die ganze Zeit ein, das ich es selbst schaffe gesund zu werden. Seit 1,5 Monaten bin ich stark manisch: sehr aggressiv, bin 6 Stunden gefahren durch die Nacht um mir spontan einen Hund zu holen und habe mich beim Otto Katalog stark verschuldet. Vor ein paar Tagen dann ist es eskaliert da ich unendlich unfair und grundlos gemein zu meinem Partner bin und er es nicht mehr ausgehalten hatte. Er lief zu unseren gemeinsamen Freunden und rief seine Eltern zur Hilfe da er es psychisch nicht mehr konnte.

Ich wies mich selbst ein, sodass er etwas Ruhe vor mir hatte und ich bin nun auf dem 7ten Warteplatz einer Tagesklinik. Inzwischen bin ich wieder bei ihm daheim und wir haben uns ausgesprochen.

Im Nachgang betrachtet hatte ich schon einige manische / depressive Phasen. Ich möchte jetzt unbedingt mein Leben in den Griff bekommen, weiss aber nicht wo ich anfangen soll.

Wie ging denn der Weg bei euch zur Besserung los?

Was hilft euch in schlimmen manischen Phasen?

Wie baut ihr dem nächsten Zusammenbruch vor?

Vielen Dank für eure Hilfe!


PS: ich nahm zwischendurch Sertralin & Strattera, aktuell 300 mg Quetiapin.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 06.06.22 14:13.
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VerruecktesHuhn 624 06. 06. 2022 14:05

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Turicum 151 08. 06. 2022 06:58



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