Vorstellung

11. 01. 2022 18:41
Guten Abend. Ich wurde heute in diesem Forum aufgenommen, dafür vielen Dank.

Agathe Bock ist nicht mein richtiger Name. Den möchte ich aber nach schlechten Erfahrungen (Facebook) auch nicht mehr im Zusammenhang mit der bipolaren Störung verwenden.

Nachdem ich nun aus allen Facebookforen zur bipolaren Störung wieder raus bin, hoffe ich hier auf einen sachlicheren Umgangston. Ich suche Infos über die BS. Wenn sich das Fachwissen von Admins und Moderatoren auf die Serotoninmangelthese und den unbedingten Nutzen von Pharmakatherapie beschränkt, ist das nicht hilfreich.

Erstmals diagnostiziert als Bipolar wurde ich nach Zwangseinweisung im Jahr 1998. Nach meiner Entlassung nach 6wöchigem Psychiatrieaufenthalt landete ich bei einem Psychiater, der die Diagnose anzweifelte. Das war genau das, was ich hören wollte.Ich wurde dann jahrelang nur mit Citalopram und Sertralin behandelt. Dadurch schoss ich in einen quälenden Mischzustand, den ich mit Alkohol bekämpft habe. Ich wandte mich an das Lukaswerk, eine Einrichtung der Suchthilfe. Dort wurde mir geraten, umgehend das Antidepressivum abzusetzen, was ich dann auch tat (nicht ausschleichend, sondern von jetzt auf gleich). Es ging mir dann besser. Zum Psychiater ging ich nur noch einmal. Ich bat ihn, mitzuhelfen, dass Nebenwirkungen psychiatrischer Art in den Beipackzettel eines auch von mir verwendeten Frauenarzneimittels zur Verhütung aufgenommen werden sollten. Es ist die Berufspflicht von Ärzten, Meldungen über Nebenwirkungen an das Bundesinstiitut für Arzneimittel und Medizinprodukte weiterzumelden. Der Psychiater meinte, für so einen Scheiß hätte er keine Zeit. Da ich ihn nun bei der Ärztekammer meldete, war das Verhältnis zerrüttet und ich ging nicht mehr hin. Ohne Psychiater ging es mir gut bis 2019. Durch zu starkes ehrenamtliches Engagement fiel ich dann in eine Depression. Da mir ein Pastor zu der Psychiatrischen Klinik riet, in der er wegen Depressionen selbst gewesen war, machte ich einen Versuch. Nach diesem 4wöchigen Aufenthalt in Elbingerode im Harz war ich am Ende. Psychiatrie kann auch schaden. Ich ging 2020 freiwillig in ein anderes psychiatrisches Krankenhaus. Dort wurde erneut die bipolare Störung diagnostiziert (wie auch in Ellbingerode) und ich wurde auf Lithium eingestellt.

Lithium hilft mir gut.

Ich bin 59 Jahre, verheiratet, keine Kinder.

Ich freue mich, hier zu sein.



4-mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.22 18:44.
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Agathe 394 11. 01. 2022 18:41

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VanGogh 142 11. 01. 2022 18:50

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FLYHIGH 146 11. 01. 2022 19:13

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Agathe 139 11. 01. 2022 22:25

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Midori 124 12. 01. 2022 02:42

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Agathe 134 12. 01. 2022 07:05



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