Re: Skurriles Schlafverhalten?

03. 01. 2022 07:09
"Ich gehe dann gern auch früher ins Bett, weil ich mich auf den nächsten Tag mit seinen ganzen Aufgaben, die ich mir gesetzt habe, freue und dafür ausgeschlafen sein muss. Das funktioniert in der Frühwarnphase wunderbar, weil ich keine Angst davor habe, nicht einschlafen und durchschlafen zu können."


***


Guten Morgen Friday,



diese Angst, nicht einschlafen oder vor allen Dingen nicht durchschlafen. zu können ist bei mir so massiv, dass ich mich in schwierigen ( hypomanen wie auch depressiven) Phasen massivst dahinein steigere.
Das kann dann wie ein sich immer schneller drehendes Karussell sich anfühlen.
Über Tage und Wochen nimmt dieses Karussell dann eine solche Fahrt auf, dass ich im Extremfall bereits nach 1- 2 Stunden versuchtem Schlaf das Schlafen für die jeweilige Nacht ganz aufgebe und lieber wach bleibe als mich herum zu quälen. Meist kamen dann auch noch Albträume hinzu.

Wenn dann diese Angst, nicht ein- oder durchschlafen zu können, von mir abfällt, habe ich bereits nahezu das Gefühl, "geheilt" zu sein.

Irgendwie scheint für mich das Schlafen können die Achse zu sein, worum sich die ganze Problematik dreht.

Bin ich erstmal in so einer sehr unguten Karussell gesteuerten Phase drin, ist mein Schlaf auch mit Medis nur schwer anzustoßen. (In einzelnen Nächten half Diazepam.)

Zumal ich mich als Alleinerziehende mit Tochter im Grundschulalter auch nicht völlig "abschießen" kann. Eine gewisse "Grundpräsenz", ein Alltagsfunktionieren, ist zumindest nach dem Aufstehen hier notwendig.

Derzeit bin ich glücklicherweise außer Sichtweite diesen Karussells;
Sonst würde ich hier wohl auch gar nicht so schreiben können.

Ich schlafe schon seit einigen Wochen überraschend gut und von daher hat sich wohl dieses mein Gefühl verstärkt, es drohe über mir ein Damoklesschwert sich herab zu senken.

Das Bild mit den Keramikglöckchen ist um vieles heller und sympathischer. Da begebe ich mich dann jetzt mal hin...:-)



***

Liebe Grüße,
Miramis

Erstmals Diagnose BS im Frühjahr 2010 , bis 2012 aufrecht erhalten und mehrfach von verschiedenen Fachärzten bestätigt. Sehr starker jahreszeitlicher Einfluss, Wohnort nördlich des Polarkreises.
In dieser Zeit keine Medikation.

2012 Rückzug nach Deutschland aus dem Ausland.
In Folge schlagartige Verbesserung der bipolaren Problematik. Keine Bestätigung der Verdachtsdiagnose BS in Deutschland. Statt dessen eher "stabile langjährige depressive Phasen" bis zum Herbst 2018:

Erstmaliges Wiederauftreten einer hypomanischen oder manischen Phase in Deutschland, Dauer drei Monate, nach Einstellung mit Quetiapin 300 mg Abgleiten in eine nachhaltige Depression, Dauer 1,5 Jahre.

Seit etwa April 2020 - nach schrittweisen und fachärztlich begleitetem Ausschleichen des Quetiapin - Beginn einer hypomanischen oder manischen Phase bis Herbst. Dann Einschleichen von Lithium.

Aktuelle Medikation: 25 mg Quetiapin Retard abends
450 mg Quilonium Retard abends
Thema Autor Klicks Datum/Zeit

Skurriles Schlafverhalten?

Miramis 468 02. 01. 2022 07:39

Re: Skurriles Schlafverhalten?

Friday 142 02. 01. 2022 14:24

Re: Skurriles Schlafverhalten? @ Friday

Miramis 119 02. 01. 2022 19:31

Re: Skurriles Schlafverhalten?

Miramis 143 03. 01. 2022 07:09



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