Ängste übers Alter/Älterwerden: Normal od. Symptom der Bipolaren Störung?

08. 10. 2021 10:52
Hallo,

ich stelle bei mir fest, dass ich verstärkte Ängste vor dem Alter bzw. dem Älterwerden habe. Aufgrund meiner Bipolaren Störung leide ich allerdings auch unter ziemlichen Stimmungsschwankungen - wenn ich "gut drauf bin", treten diese Ängste dann in den Hintergrund (sind aber natürlich dadurch nicht verschwunden). Ich frage mich, ob meine Ängste "normal" oder ein Teil meiner Störung/en sind (ich leide auch noch an einer Angststörung). Und mir ist schon bewusst, dass ich eine andere Einstellung zu diesem Thema bekommen sollte - das ewige Grübeln bringt es nicht und belastet mein Leben bzw. meine Lebensqualität. Die Frage ist, inwieweit hier eine Therapie helfen könnte oder ob das Lesen von guter Literatur hier auch helfen kann. Ich habe auch bereits einige Bücher über das Thema Alter (u.a. von Anselm Grün) und diese geben teilweise auch gute Denkanstöße, lösen mein Problem jedoch nicht wirklich (und dieses Problem ist eben die Angst vor dem Älterwerden - Alter - Tod).

Schockiert bin ich auch über (mehr oder weniger) plötzlichen Tod (Anfang diesen Jahres) eines früheren Freundes, welcher in der Öffentlichkeit sehr bekannt war (er hatte unter anderem viele Fachbücher herausgebracht - ich möchte aber seinen Namen aus Datenschutzgründen hier nicht nennen), Er war im etwa demselben Alter wie ich und sehr aktiv (reiste sehr viel herum). Anfang dieses Jahres verstarb er und viele waren schockiert über sein plötzliches Ableben, was man u.a. im Internet verfolgen konnte. Er war wohl - zumindest wie ich es beurteilen vermag - seelisch sehr gesund, verstarb aber dann doch aufgrund einer wohl schweren körperlichen Krankheit (er war stark übergewichtig). Ich habe auch mehrere Bücher von ihm und kann seinen Tod immer noch nicht fassen ... Auch hier weiß ich nicht, ob meine andauernde Trauer noch "normal" ist oder ob es doch eher eine Depression ist.

Und ich muss mich wohl auch mit der Wahrheit abfinden, dass im Leben nicht ALLES kontrollierbar ist (und das gilt ja für jeden), aber diese Tatsache fällt mir sooo schwer zu akzeptieren!: Hilft hier Therapie?

Wer hat ähnliche Gedanken bzgl. dem Älterwerden? Vielleicht hat jemand auch dieses Thema innerhalb einer Therapie angesprochen, Eure Erfahrungen und Einstellungen dazu würden mich sehr interessieren (auf Wunsch auch per PN).

Danke an alle, die meine Erläuterungen gelesen haben ...

Erst einmal wünsche ich Euch allen
ein schönes Wochenende,
bleibt gesund,
mit frdl. Gruß

Bonnaparte


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m, Alter: 68, wohne in Bonn

Quilonum retard (= Lithium): 1-0-1-0
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Ängste übers Alter/Älterwerden: Normal od. Symptom der Bipolaren Störung?

Bonnaparte 345 08. 10. 2021 10:52



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