An alle Bipo-Mütter/Eltern

22. 08. 2019 20:07
Hallo,

ich habe schon mit zwei Müttern per PN einen für mich wunderbaren Austausch gehabt.
Nun würde ich gerne noch mehr Schwarmwissen/erfahrungen sammeln.

Ich weiß, dass es neulich so ein ähnliches Thema gab ( mit der Großfamilie).

Erst mal zu meiner Geschichte:

Ich bin mit 21 das erste Mal erkrankt und das ist nun bald 20 Jahre her. ich wurde gleich richtig diagnostiziert, da ich so ein klassisches Manievollbild bot.
In den Rheinischen Kliniken Köln sagte mir der Chefarzt, dass ich mien Lebtag Medikamente brauche und dass ich nie Kinder haben dürfte. Mit 21. Es war damals schon mein Lebenstraum, Mutter zu werden.

Es hat sich ja mittlerweile etwas abgemildert, mit der BS und dem Kinderwunsch.

Und vor allem sind meine Kinder nun da.

Als 2008 meine Schwester an ihrem Alkoholismus starb, erkrankte ich nach 6 gesunden Jahren ohne Medikamente. Einige Monate Seroquel + Klinik.
Dann wurde unser erstes Kind 2011 geboren.
Es folgten 9 gesunde Jahre ohne Medikamente und unsre 2. Kind.
Dann erkrankte ich nun 2017 und 2019 (immer zuerst manisch mit Anschlussdepression, in der ich gerade knüppelhart stecke. Komme auch gerade aus drei Wochen Klinik zurück).

Ich denke manchmal, hätte ich bloß auf den Arzt gehört, wobei da neulich eine dreifach betroffene Angehörige sagt, diesen Gedanken sollte ich ab sofort und für immer streichen. Denn jetzt sind die Kinder da und sie sind (im Moment) auch sehr froh, am Leben zu sein.

Ich hadere so sehr mit meinem Schicksal, es tut mir so unglaublich leid, dass ich für meine Kinder nicht psychisch stabil zuverlässig da bin.
Schon zwei mal in Ihrem jungen Leben (8 und 5) war ich stationär. Einmal 5, einmal drei Wochen....
Zum Glück war ich aber fürs erste 6 und fürs zweite Kind 3 Jahre stabil zu Hause.

Ich hab so Angst, dass sie Schaden nehmen.
ich bin so depressiv, dass ich mich total fürchte, wie wir sie groß bekommen. Schon beim Gedanken an den nächsten Kindergeburtstag oder an Pubertät fühle ich mich überfordert...

Es wird sich sicher alles finden (und wenn ich schlimmstenfalls nicht direkt mit den Kindern wohne... mein Horror, kenne so einen Sohn, der seiner Bipo Mutter es so krumm nimmt)

Dann kommt dazu, dass meine Mann ausgelöst durch einen schweren Unfall auch psychisch total belastet ist (arbeistunfähig zu Hause). Ihm ist dabei aber klar geworden, dass die Überforderung mit meiner Krankheit zu seinem Krankheitsausbruch erheblich beigetragen hat.
Er klärt das gerade mit seiner Psychologin.

Durch die Arbeitsunfähigkeit denke ich, dass ich wieder arbeiten müsste (habe allerdings einen medizinischen Beruf und traue es mir gerade nicht zu..., weiß ich auch nicht, ob ich mich jemals wieder traue - Kack-depri oder Realität?? Es gibt ja die betroffenen Profis bei der DGBS).

Außerdem jetzt gerade noch muss sich erst mal die Phasenprophylaxe, für die ich mich nun fest entschieden habe (ich wollte vorher immer gerne an die 9 gesunden Jahre anschließen) komplett einspielen.
Das ist auch so völlig neu, ich habe all die Jahre außer akut immer nur Globuli genommen. hatte sogar einen Psychiater der beides macht, Homöopathie und schulmedizin. Aber nun finde ich bin ich den Kinder schuldig, nachdem es nicht so eine lange gesunde Zeit gab, das mal auszuprobieren. Bin fest entschlossen, mindestens bis zum erwachsnene Alter das zu nehmen. (ggf. natürlich mit wechsel, falls es nicht hilft).

Eigentlich gehört dass hier auch ein bisschen in den Vorstellungssthread.

Was aber eigentlich meine Frage ist:

Wie geht es euren Kindern?

Habt Ihr Tipps für mich?

Sie wissen altersgemäß Bescheid über die BS. Sie hatten Gespräche beim Kinderschutzbund in einem Projekt "Stark mit Kind trotz Psychischer Erkrankung. Sie haben so oft von mir gehört, dass sie nicht schuld sind, dass sie schön völlig genervt sind, wenn ich es wieder mal sage.
Sie sind (bis jetzt + und das ist meine größte Angst, dass sich das ändert) gesunde, fitte, fröhliche Kinder. Wobei das ältere Kind einen gerade rausgewachsenen selektiven Mutismus hat. Der aber auch schon vor 2017 da war.

Danke, dass es dieses tolle Forum gibt. ich war Jahre lang immer Mal stille Mitleserin. Aber da war ich ja noch total gegen Medikamente. In dieser Manie hab ich übrigens (mein Mann war da gerade in der reha 4 Wochen), das erste Mal freiwillig Zyprexa genommen, was zumindest die Spitze gekappt hat, so dass ich hypomanisch blieb.... Und jetzt eben das erste mal freiwillig eine Phasenprohylaxe..



Danke für alle geteilten Erfahrungen oder Anmerkungen im Voraus

Fünkchen
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An alle Bipo-Mütter/Eltern

fünkchen 1066 22. 08. 2019 20:07

Re: An alle Bipo-Mütter/Eltern

fünkchen 194 22. 08. 2019 21:16

@ fünkchen

Deborah 206 22. 08. 2019 21:26

Re: @ fünkchen

fünkchen 188 22. 08. 2019 21:29

Gedanken eines Vaters

Frankkk 220 22. 08. 2019 22:28

Re: Gedanken eines Vaters

fünkchen 146 23. 08. 2019 11:43

Everbody Hurts

Frankkk 142 23. 08. 2019 13:35

Re: Everbody Hurts

fünkchen 128 23. 08. 2019 14:11

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pumuckl 172 23. 08. 2019 10:14

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Annika 157 23. 08. 2019 11:52

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fünkchen 135 23. 08. 2019 12:40

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FrauPaselacki 117 23. 08. 2019 18:16

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fünkchen 110 23. 08. 2019 18:59

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nurisu 117 23. 08. 2019 19:36

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fünkchen 109 23. 08. 2019 19:41

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Annika 114 23. 08. 2019 22:14

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Frankkk 132 23. 08. 2019 23:10

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fünkchen 115 26. 08. 2019 18:17

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fünkchen 93 26. 08. 2019 21:07

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soulvision 123 26. 08. 2019 22:31

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fünkchen 90 01. 09. 2019 11:04

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Tastich 63 03. 09. 2019 19:14

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fünkchen 76 03. 09. 2019 19:26

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dino 98 01. 09. 2019 17:28

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fünkchen 105 01. 09. 2019 17:53

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dino 120 02. 09. 2019 08:57

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fünkchen 84 02. 09. 2019 15:34

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dino 98 02. 09. 2019 16:54

Re: An alle Bipo-Mütter/Eltern

fünkchen 50 09. 09. 2019 17:49

Re: An alle Bipo-Mütter/Eltern

MadameX 58 09. 09. 2019 15:30

Mir bricht es das Herz.

Frankkk 640 10. 09. 2019 12:35



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