Klinikerfahrungen (Asklepios Nord Ochsenzoll)

03. 08. 2019 06:29
Hallo,
ich schreibe heute hier das erste Mal. Meine Geschichte und die meines Mannes muss ich mal in einem separaten Thread schildern -- sie ist ganz schön lang.
Die Kurzversion: Seit fast 10 Jahren quält mein Mann sich mit psychischen Problemen. Erst war es nur ganz unterschwellig bemerkbar. Dann kamen immer wieder depressive Phasen, zwischendurch irgendwie "komische" Phasen. 2017 wurden die Depressionen immer schlimmer, aber er ging nicht zum Arzt, bis dann im Dezember 2017 nichts mehr ging. Er war dann 2018 erst 19Wochen in einer kleinen Privatklinik. Die waren komplett überfordert. Nach diesem Aufenthalt ging es zu Hause weiter bergab bis er nach einem Suizidversuch in unsere örtliche Notaufnahme kam. Die Psychiatrie hier in der Stadt taugt nicht viel. Kurzfristig bekam er dann einen Platz in der Uniklinik Münster. Da war er dieses Jahr schon zweimal -- zunächt über einen längeren Zeitraum und dann nur nochmal drei Wochen. In dem ersten Aufenthalt erhielt er nach erneuter ausführlicher Anamnese die Diagnose Bipolar II Störung. Er sollte dann medikamentös eingestellt werden uns es sind diverse Medikamente durchgetestet worden. Es ging ihm etwas besser -- die Ängste wurden weniger, aber die Nebenwirkungen waren massiv. Im zweiten Aufenthalt sollte noch ein bisschen Finetuning an den Medis vorgenommen worden. Kurz nachdem er wieder nach Hause gekommen ist fiel er wieder in eine schlimme Depression (also von teilremittiert gleich wieder in schwer depressiv). Vielleicht liegt es an den neuen Medis, vielleicht ist es zu Hause auch einfach zu stressig.

Jedenfalls weiß ich als Frau nicht mehr so recht weiter. Mein Mann möchte nicht schonwieder in die Klinik. Seit über einem Jahr besteht sein Leben aus Klinikaufenthalten, dann kommt er nach Hause -- es klappt hier nicht -- und dann geht er wieder in der Klinik. Aber zu Hause müssen wir schauen, dass die Situation nicht eskaliert (ich selbst muss noch einiges verarbeiten -- versuche gerade ein Haus zu verkaufen, dass mein Mann in einer hypomanen Phase gekauft hat; außerdem haben wir zwei kleine Kinder; chronische Belastung und auch der Suizidversuch lasten schwer auf mir -- nur um mal einen Teil von unserem Chaos darzustellen). Außerdem würde ich nach Münster gern noch andere Ärzte um ihre Meinung bitten.

Wir haben jetzt das Angebot, dass mein Mann nächste Woche auf der Bipolar Station der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll aufgenommen werden könnte. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit dieser Klinik?

Weiterhin habe ich einen Termin in der Uniklinik Hamburg Eppendorf vereinbart -- diesen würden wir wahrnehmen, wenn er nicht nächste Woche in die Klinik geht.

Wie gesagt, ich hoffe, ich komme demnächst mal dazu, die Geschichte etwas ausführlicher darzustellen. Aber vielleicht könnt ihr mir ja heute erstmal mit der jetzt drängende Frage weiterhelfen. Ich danke Euch!
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Klinikerfahrungen (Asklepios Nord Ochsenzoll)

aufdersuche 337 03. 08. 2019 06:29

Re: Klinikerfahrungen (Asklepios Nord Ochsenzoll)

Heike 103 03. 08. 2019 09:50

Re: Klinikerfahrungen (Asklepios Nord Ochsenzoll)

aufdersuche 104 03. 08. 2019 18:14

Re: Klinikerfahrungen (Asklepios Nord Ochsenzoll)

dino 105 04. 08. 2019 13:53



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