Gedanken zu den Fragen

05. 12. 2018 15:55
Heike schrieb:
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> Hallo,
>
> für eine sachliche konstruktive Diskussion,
> ergeben sich für mich folgende Fragen aus dem
> [url=https://www.dgbs.de/index.php?id=dgbs-newslet
> ter-november-2018]Editorial des
> Newsletters:[/url]
>
> - Was möchte man unter einer trialogischen
> Fachgesellschaft verstehen?

Ich verstehe darunter eine Gemeinschaft von professionell und/oder durch "Betroffenheit Interessierte"
(Betroffene und Angehörige) Menschen, die gemeinsame Ziele verfolgen.

> - Wie kann dort Trialog gelebt werden auch
> innerhalb der Gesellschafts-Strukturen? (Vorstand,
> Arbeitsgruppen, geteilte Entscheidungen auf
> Augenhöhe)

Ich sehe den "Schlüssel" darin im Selbstverständnis.
Damit meine ich, ob ich mich als "bin die Funktion" oder als "Mitglied mit der Funktion"
wahrnehme und auch entsprechend agiere. Wenn wir uns alle mehr als Gemeinschaft
und nicht als (womöglich konkurrierende) "Parteien" begreifen, ist in meinen Augen viel
erreicht. Und irgendwie hapert es meiner Meinung nach gerade da.
Und ich denke, das gerade die unterschiedlichen Interessen im Verein auch ein großer
"Teiler" sind. Den einen interessiert die Forschung, den anderen psychiatrische oder
psychologische Aspekte, den nächsten die Selbsthilfe, etc, usw. Ich würde mir da mehr
"Querverbindungen" wünschen und denke, das eine Lösung in verstärkter persönlichen
Begegnung liegt.
Beispielsweise eine Arbeitsgruppe arbeitet an etwas und lädt einfach mal ein anderes
Mitglied ein, einen "Blick" auf die Arbeiten zu werfen oder mal eine Meinung abzugeben
oder ähnliches. Arbeitsergebnisse könnten im Verein deutlicher an die Mitglieder kommuniziert,
nicht "nur" an den Vorstand "gemeldet" werden (gleichzeitig bessere Kontrolle vor Überforderung,
da mehr drauf gucken ?).
Es könnten regionale und überregionale Treffen der Mitglieder außerhalb der Tagung organisiert
werden. Und sicher gibt es noch viele andere Möglichkeiten, ein "wir"-gefühl zu stärken ?

> - Welche Strukturen und Fürsorgestrategien
> braucht es, um ein "Ausbrennen" zu verhindern?

In Anbetracht der Aufgaben und Größe des Vereins sehe ich die Lösung eher
in der "Personalaufstockung" als in den Strukturen.
Und wenn das nicht geht, als logische Konsequenz, dann das Umsetzen der
Vereinsziele eben langsamer voran geht.

> - Wie soll mit Krisensituationen umgegangen
> werden?

Ich finde den von den Betroffenenvertretern genannten "Krisenrat" eine gute Idee,
die man ausarbeiten sollte.

> - Datenschutz auch Gültigkeit bei Krisen?

Unbedingt! Da müssen entsprechende Strukturen geschaffen werden,
die eine Missbrauchsmöglichkeit verhindern oder zumindest auf ein Minimum
reduziert und das auch ggf. schnell reagiert werden kann.
Ich denke aber, daß das "wie" solcher Strukturen nicht in der Öffentlichkeit
besprochen werden sollte, da dies "sicherheits- und datenschutzrechtliche
Faktoren" berührt, die nicht in die Öffentlichkeit gehören.
Das "ob" und "was" dagegen würde ich gern klar kommuniziert und umgesetzt wissen.

> - Wie möchte man mit Fehlern und Beschwerden
> umgehen? Eine Kultur der Fehler und Beschwerden
> als Chance sehen. Absoluter Mindeststandard, eine
> Entschuldigung kann von jeder Personengruppe
> ausgesprochen werden.

Stimme dir zu, möchte den "Mindeststandard" aber darauf erweitern, das
Entschuldigungen nicht nur ausgesprochen, sondern auch angenommen
werden können. ;)

soweit mal ein paar meiner Gedanken dazu

lg
zuma

#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#*#

Wenn dich der Mut verlässt, gehste halt alleine weiter.
Und wenn du deinem Gefühl folgst, nimm deinen Verstand mit.

Wenn du nicht weißt, wohin du willst, ist es egal, welchen Weg du nimmst.

Wissen nutzt nur wenn man es anwendet.

Vielleicht wird alles vielleichter
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Das Forum-Administrationsteam 380 05. 12. 2018 11:29

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Heike 333 05. 12. 2018 11:46

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Heike 322 05. 12. 2018 12:38

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Heike 337 05. 12. 2018 11:49

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Heike 318 05. 12. 2018 11:52

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Heike 483 06. 12. 2018 23:15

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zuma 387 05. 12. 2018 20:23



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