hi Sumi,
Abgrenzung ist auch für mich immer wieder ein Thema.
Da gehts doch in erster Linie gar nicht darum, ob man jemandem die Meinung geigt oder nicht. Es geht eben darum, dass man das innerlich nicht tagelang mit sich rumschleppt, schlecht schläft, kein Buch mehr lesen und keinen Film mehr schauen kann, weil ständig die Gedanken darum kreisen.
Ich habe da zugegebenermaßen kein Patentrezept das abzuschalten. Ich finde es auch unangemessen bei mir selbst, wenn ich die kack Nachbarin ständig im Hirn habe wegen ihrer Unverschämtheiten oder eine Freundin wegen was Anderem.
Es ist mit den Jahren besser geworden. Keine Ahnung, ob das am Alter liegt oder der Medikation oder vlt. auch Beidem.
Es nicht ausufern zu lassen mit diesem Gefühlsdusel, ist meine Devise. Also ich versuche nicht mehr, das bis auf Null runter zu bekämpfen, weil ich da gegen mich selbst ankämpfe und nicht für mich. Ich sag mir dann halt so gelassen wie möglich "ach ja, isses mal wieder so weit. Haste jetzt wegen XYZ mal wieder so Gedankenkreisen. Na toll. Dann isses jetzt eben so. Ich muss da irgendwie durch."
Mir hilft - und das habe ich erst ultraspät erkannt und erfahren - dass ich nicht ständig mit Anderen drüber rede. Ich lenke sogar Gespräche in andere Bahnen, wenn mich jemand nach diesem wunden Punkt fragt. "Falsche Frage, nächste Frage. Wie geht es dir eigentlich?"
Oder man macht sich ein wenig lustig über die Person, ganz harmlos. Und vlt. nimmt man sich selbst ein wenig auf die Schippe mit der eigenen Sensibilität.
Schwierig ist es natürlich, wenn du tagtäglich mit der Person konfrontiert wirst. Aber das habt ihr ja geregelt.
Alles Gute
Friday
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Nicht alles, was schwankt, ist bipolar.
Hätte ich die Kraft nichts zu tun, ich täte nichts.
Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen.