Hallo,
schon immer war es mein großer Wunsch, Lehrerin zu werden. Im Moment bin ich auch auf gutem Weg, mir den Traum zu verwirklichen. In ein paar Semestern werde ich mein Studium (Lehramt Gymnasium) abschließen.
Als ich 17 war stellte man bei mir die Diagnose „manisch-depressiv“. Ich bekam daraufhin Lithium und bin seitdem praktisch beschwerdefrei. Natürlich weiß ich, dass eine Verbeamtung somit schwierig werden kann (es gibt hier ja auch schon mehrere Threads). Allerdings bin ich nicht gewillt, dass ohne weiteres zu akzeptieren! Verbeamtung oder nicht – das ist ein riesiger Unterschied!
Da ich weiß, dass vor einer Verbeamtung grundsätzlich eine amtsärztliche Untersuchung fällig wird, bei der die Krankheit ein Hindernis sein könnte, stellt sich mir die Frage: was wenn ich die Krankheit schlicht verschweige? Natürlich weiß ich, dass ich damit ein Disziplinarverfahren riskiere … Ich schätze, dass bei dieser Untersuchung auch eine Blutuntersuchung fällig wird. Inwieweit ist für den Arzt ersichtlich, ob ich Medikamente (also Lithium) einnehme und nach welchem Zeitraum ist überhaupt noch etwas davon feststellbar?
Die andere Frage ist, inwiefern man der Privaten Krankenkasse (als Beamter versichert man sich ja automatisch privat) solche Informationen vorenthalten kann? Inwiefern erhalten diese „Vorinformationen“ von meiner gesetzlichen Kasse? Eine andere Sache ist: wenn ich dem Amtsarzt die Erkrankung vorenthalte, der privaten Krankenkasse aber die Wahrheit sage… inwiefern erfahren diese beiden Seiten von den unterschiedlichen Informationen meinerseits oder findet überhaupt kein Austausch statt?
Vielen Dank für eure Antworten!