Flintstone schrieb:
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> Diesem Forum fehlen Angehörige! Und zwar nicht
> Angehörige,
> die hier aufschlagen, in einem Beitrag ihr Leid
> schildern und dann
> wieder verschwinden. Sondern Angehörige, die
> aktiv in den Austausch
> mit euch gehen. Die sich hier über längere Zeit
> beteiligen.
Gibts hier. Nicht viele und die wenigen werden oft angegangen,
auch von dir. Was wirklich hier fehlt, ist die Toleranz anderer
Meinungen und Erfahrungen. Das sich selbst hinterfragen, warum
antwortet mir jemand nun dies oder jenes, obwohl ich doch
was ganz anderes meinte/erwartet habe. Und die eigene Nase
ist sowieso immer am weitesten entfernt, da fasst man lieber
die anderer an ...
Kommt nur selten, das nachfragen, sich tatsächlich austauschen wollen,
meist wird mit "hast nix verstanden" oder "bist wohl phasig" geantwortet.
Ein Stückweit auch verständlich, denn die sogenannte "Laufkundschaft"
(also die, die kurz mal aufschlagen und schnell wieder in den tiefen
des Netzes verschwinden) wollen hier nur ihren Frust ablassen oder
eine Bestätigung für dies oder jenes Verhalten ihrerseits abholen (wie
dumm DAS ist, steht auf einem anderen Blatt). Die User hier, die schon
lange hier schreiben, haben fast alle ein echtes Interesse am Austausch,
viele beissen sich schon lange durch das respektlose Benehmen der meisten
hier durch. Und das sollte man ruhig mal loben, denn neben ihrem "realen
Erleben" ihres jeweiligen Angehörigen (was, wie wir alle wissen, schon ziemlich
an Kraft und Nerven kosten kann) ziehen sie sich auch noch die "abgedrehten"
rein, die hier Hilfe suchen (im besten Fall) oder einfach nur rum trollen.
Zeigst du selbst das, was du hier forderst ?
Genauso wurde ja neulich gefordert, hier sollten sich Ärzte auch beteiligen.
Was natürlich schön wäre, aber nix mit Lebenswirklichkeiten zu tun hat.
Wenn so ein Arzt den ganzen Tag sich real mit Betroffenen und deren Angehörigen
auseinander gesetzt hat, ist es eher ein gesundes Zeichen, wenn der sich nach
Feierabend mit allem, nur nicht der Krankheit beschäftigt. Das gilt eigentlich auch
für die Angehörigen (deswegen wird ja auch oft geraten, die sollen auch mal an sich
selbst denken und "abschalten").
Unterm Strich sollten alle mal ihre Erwartungen nach unten schrauben, versuchen,
mal "echt" zuzuhören. Ist nicht immer einfach und muss man erstmal lernen, aber
machbar ist das schon ... wenn man mal sich selbst nach hinten stellt und "die Sache"
nach vorn.
my 2 cents
lg
zuma
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Wenn dich der Mut verlässt, gehste halt alleine weiter.
Und wenn du deinem Gefühl folgst, nimm deinen Verstand mit.
Wenn du nicht weißt, wohin du willst, ist es egal, welchen Weg du nimmst.
Wissen nutzt nur wenn man es anwendet.
Vielleicht wird alles vielleichter