Deinen ersten Satz kann ich nicht unkommentiert lassen.
Ich würde sagen, beides trifft zu. Es kann mit Sicherheit sein, dass ihr die Bipo
das Arbeiten neben den Kindern nicht möglich gemacht hat,
das kann ich nicht beurteilen und das sieht ja auch für jeden
Betroffenen anders aus, manche können mit Bipo VZ arbeiten,
manche TZ, manche gar nicht. Mit und ohne Kinder. Aber ich kenne so viele Paare,
die hätten keine Kinder bekommen können wenn sie von dem
Geld des Mannes alleine hätten leben müssen. Selbst das Leben zu
zweit ging nur mit beiden Gehältern. Diese Bekannten hätten mit
Bipo der Frau und daraus resultierender Berentung kinderlos bleiben müssen. Also man könnte es auch
anders formulieren - dadurch dass der Mann für 2 verdient hat, konnte die
Familie trotz der schwierigen Umstände überhaupt gegründet werden, mit
vielen anderen Partnern wäre das finanziell nicht möglich gewesen.
Das darf man sehen und wertschätzen. Genauso wie die Versorgung der
Kinder durch die Frau, trotz psychischer Belastung.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Partnerschaft ohne gegenseitige
Wertschätzung dauerhaft funktionieren kann.
Und manchmal kommt es mir so vor, dass von Seite der Betroffenen Dinge
als selbstverständlich wahrgenommen werden, die nicht selbstverständlich sind.
Manchmal war die Erkrankung bei Eheschluss noch nicht mal bekannt.
Der Angehörige muss dann für 2 arbeiten und noch weitere Aufgaben übernehmen.
Und manche Betroffene sind dann der Meinung keine Wertschätzung zeigen zu müssen,
weil sie eben nichts dafür können. Das ist als Angehöriger sehr frustrierend.
Wenn ich hier versuche die Schwierigkeiten und Belastungen der Angehörigen
verständlich zu machen (vor allem als Partner), dann heißt es ich verstehe die
Krankheit nicht. Vielleicht ist das (noch) so, das kann sich ändern. Aber wie es Angehörigen geht, da fehlt
vielen Betroffenen auch das Verständnis. Finde ich schade. Wäre doch sinnvoll
das Verständnis auf beiden Seiten zu erhöhen, das würde allen zugutekommen.