Ja ne Flintstone,
Quote
Flintstone
"Aber Mutter ist man halt sein ganzes Leben. Und ich finde man darf nicht vergessen, dass
der Mann durch seine Arbeit ihr ermöglicht hat, nicht zu arbeiten. Jetzt mal ganz unabhängig
von Möglichkeiten und Erkrankungen. In meinem Umkreis müssen alle Frauen mitarbeiten,
weil ein Gehalt nicht ausreicht. Trotz Mietwohnung, ein Haus hat hier in unserem Alter gar niemand."
Nicht der Mann hat es ihr ermöglicht. nicht zu arbeiten, sondern die Bipo hat es ihr verunmöglicht zu arbeiten. Diese Erkrankung führt nicht selten zur Berentung,
Mutter ist man sein ganzes Leben lang, genau wie man auch die Bipo sein ganzes Leben lang hat. Die Bipo ist eine Erkrankung, die man sich nicht ausucht. Man kann sich auf vieles an möglichen Behandlungen einlassen und ganz zufrieden damit leben, aber eine Garantie, keine Phase mehr zu bekommen, gibt es nicht. Stressanfällig ist wohl jeder mehr oder weniger mit der Erkrankung. Kinder zu haben ist schön, kann auch so manches Mal Stress machen, wie du als nun gerade erst seit 3 Jahren Muttersein wohl erfahren haben solltest.
Wer in eine Krankheitsphase als Mutter rutscht, tut gut daran für die Versorgung der Kinder vorgesorgt zu haben, denn in der akuten Phase geht dann meist nicht mehr viel bis hin zu gar nichts mehr. Dann
kann die Verantwortung aus Krankheitsgründen nicht mehr getragen werden. Dann jemanden für die Kinder zu haben, der lojal mit den Kindern in Bezug auf das erkrankte Elternteil umgeht, zu haben, ist schon ein großes Glück. Bei mir war es meine Mutter, die dann für mein Kind da war. Die Verantwortung konnte ich nach Abklingen der Pase wieder übernehmen. Aber es braucht viel Verständnis und Liebe von Seiten der Angehörigen für die Kinder und genauso für das erkrankte Elternteil.
Das was Lady bug in den Jahren immer mal wieder schrieb in Ihrer Hoffungslosigkeit und Verzweiflung, ist sicher nur ihre Seite der Medaille, aber dennoch bezeichnend für einen Ehemann, der sich Null mit der Erkrankung seiner Frau auseinandersetzte, verlangte immer wieder sie soll die Medis erhöhen, was sie dann auch tat und immer auf der Suche nach neuen Medikombinationen. Es ging nur ums funktionieren. Ihre Eltern waren weit weg, keine Hilfsmöglichkeit für sie.
Die Quälerei habe ihre 3 Kinder sicher mitbekommen und dabei frage ich nicht einmal nach, welches Bild sie von ihrer Mutter haben.
Dass sie sich jetzt endlich mal mit ihren Gefühlen befasst, an sich denkt, ist der 1. Schritt. Aus so einer Ausbildung als Sterbebegleiter kann sie eventuell auch manches für sich, für ihr weiteres Leben ziehen.
wäre wünschenswert, wenn du Flintstone jetzt mal nicht das letzte Wort haben müsstest.
s.